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Erotischen Kontakt aufnehmen

15.8.17 – Heute ist ziemlich genau Halbzeit zwischen Rückflug aus Thailand und Hinflug nach Thailand. Also noch mal so viel arbeiten wie ich hinter mir habe. Und das ist mir am Sonntag passiert:



Der Klassiker: Paar Sekunden geträumt und nicht nach vorn geschaut. Mein Taxi hat eine Kamera, leider scheint die Speicherkarte defekt zu sein. Meine Kollegen waren sehr lieb zu mir (wie habe ich das verdient?) und trösteten mich, dabei ist es doch mein Chef, der Trost verdient. Er hat nun die Lauferei und Kosten am Hals. Als ich selbst ein Taxi hatte, sind auch solche Unfälle passiert. Ich habe mich auch geärgert, aber damals konnte ich danach regelmäßig mit meiner Freundin eine Urlaubsreise machen. Das scheint heute nicht mehr möglich zu sein.

Da wir über eine Stunde auf das Eintreffen der Polizei warten mussten (ich hatte dem Unfallgegner selbstverständlich vorgeschlagen, es ohne die zu machen, was auch funktioniert hätte), war es danach zu spät für die Tafel geworden, ich musste etwas kaufen. Anstatt in die nächste Pommes Bude zu gehen, bin ich zum Inder gefahren und hab mir ein köstliches, vegetarisches Aubergine-Gericht mit einem Glas Merlot gegönnt.

Der Motor lief ohne Muckser, es war keine Flüssigkeit ausgetreten. In der Nacht habe ich das Taxi über die Autobahn zur MB-Niederlassung gefahren. Die Scheinwerfer funktionierten, schielten nur ein bisschen, und ich konnte die Straße sowohl unter als auch über der Haube sehen.

Warum ist mir das passiert? Ich schlage nach in Ruediger Dahlkes „Krankheit als Symbol“. Da steht unter Stichwort Unfall: „Einlösung: erotischen Kontakt aufnehmen, statt fremde Autos anzubumsen.“

[kommentar]



Kommentar Andi: Uupps. Das sieht nicht gut aus. Wenn keine Person verletzt wurde nochmals Glück gehabt.

zurken: Nee, keiner verletzt, nicht mal der Airbag ist aufgegangen, und am anderen Fahrzeug sah man kaum was, seltsamerweise. Ich weiß nicht, wie schnell ich war, das hätte man auf dem Video sehen können.



Kommentar Petra: Geben Sie endlich Ihre Fahrerlaubnis ab, um keine weiteren Menschenleben zu gefährden.

zurken: Huch! Petra lebt!



Kommentar der Muger: och - das kommt beim Taxifahren halt mal vor. Ärgerlich aber nicht so schlimm. Hauptsache, dir ist nix passiert und du kannst bald wieder in dein tropisches Glück reisen... liebe Grüsse vom Muger

zurken: Danke!



Kommentar Achneeh: Petra, die aus dem Zurkenforum? Mein Gott, Walter...

zurken: Dem Ton nach wird’s wohl derjenige sein.




Ach … Seufz …

8.8.17 – Ich höre nie Wetterbericht. Wie das Wetter wird, sehe ich morgens im Bus. Bei 12° Außentemperatur sitze ich da in Pullover und Jacke und denke, hätteste glatt ne lange Unterhose anziehen können. Wenn dann Männer in kurzen Hosen und T-Shirt zusteigen, weiß ich, es wird ein heißer Tag werden. Denn die haben den Wetterbericht gehört. Es wurde dann (gestern) ein wunderbarer Sommertag, warm, mit schönen Wolken am Himmel und etwas Wind. Besser geht nicht.

Derzeit könnte ich 24 Stunden Taxi fahren, die anderen Fahrer machen Urlaub. Einer muss den ganzen Tag bei seiner Schwester im Krankenhaus bleiben, sie wird operiert. Das ist seltsam bei den Moslems, als werde dadurch, dass er bei ihr ist, irgendwas anders, die OP besser verlaufen oder so. Aber er kann ja nichts anderes tun als Händchen halten. Machen die Thais auch, die ganze Familie geht mit.



Foto auf Facebook von der Gogo-Bar Baby Dolls. In der ersten Reihe ganz rechts, mit der Nummer 31, das ist Pat. Zu ihrer Rechten sitzt Bo, die war auch nett, die saß in der Bar oft auf meinem Schoß und ich habe sie gestreichelt, während Pat andere Männer anmachte. Ach … Seufz …

[kommentar]



Kommentar Piet: Trägst du in Eiland auch ne lange Unterhose, Modell Liebestöter???

zurken: In manchen Gogo Bars ist die aircon so stark, dass man das machen könnte.



Kommentar Frosch: Hahaha. Ne lange Unterhose, das will ich sehen im November in Pattaya, aber ich werde es nicht fühlen. Das dürfen dann die Girls machen, wenn sie denn nicht vom Tequilla abgelenkt werden. Ich selber trage keine, denn die Girls wollen doch ebenfalls schnell was zum Greifen haben. Bei mir gilt: no underwear, sowohl bei mir als auch beim Girl...

zurken: Nein, habe keine dabei, weil nähme Platz weg im Koffer, da ist nur das Allernötigste drin



Kommentar Soso: 1 Karton Kondome, 1 Bündel Geld.

zurken: Bitte in 500er Scheine, danke! Wann werden sie geliefert? Achso, du meinst, das ist in dem Koffer drin. Im Koffer sind die Kondome, richtig, aber das Bündel Geld im Handgepäck in einem großen Umschlag.



Kommentar Frosch: Habe ich das richtig gelesen? In einem grossen!! Umschlag (dieses blöde Doppel-s, habt ihr das auf eurer Tastatur oder macht ihr das mit einem Sonderzeichen und Fingerverkrümmung wie z.B. Ctr-Alt-Delete-XY?). Da wirst du ja locker mithalten und so ein paar nächtliche Runden Agogo drehen mit Degustation von Tequilla für die anwesenden Tänzerinnen. Oder etwa nicht?

zurken: Ja, haben wir auf der Tastatur, oben rechts unter dem „?“. Unsere großartige Sprache hat eben was, was keine andere hat, ein Esszett.

Und richtig, dafür nehme ich den großen Umschlag mit, für die allnächtliche Gogo-Runde. Letztes Mal war besonders nett, dass eine der Tänzerinnen jede Nacht nach Feierabend bei mir anklopfte.



Kommentar Andi: Jetzt bin ich aber gespannt ob du am Dienstag etwas kreatives und interessantes aus deinen Träumen herausquetschen kannst und auf Papier ähhhm auf die virtuelle Ebene bringen kannst - oder ob du dich irgendwie so wegen Feiertag oder so davonschleichen und rausreden wirst... In spätestens 48 Stunden wissen wir mehr.

zurken: Dienstag ist Feiertag? Klar, kommt was, auch wenn Feiertag ist, es ist ja auch was passiert …




Nichts

1.8.17 – Heute fällt mir wirklich nichts mehr ein, außer dass plötzlich vor meiner Türe eine Bushaltestelle ist, und vor meinem Fenster lange Gelenkbusse halten (ich wohne EG). Gestern Abend hing einer in einer der engen Kurven prompt an einem geparkten Auto fest. Ein großes Ereignis in dieser engen, bis dahin wenig befahrenen Nebenstraße. Außerdem hat gestern ein Ausländer, der schlecht Deutsch sprach, im Taxi gesagt, es gebe zu viele Ausländer in Wuppertal. Er musste selbst lachen, ich auch, aber ich habe nicht gefragt, ob er aus dem selben Grund lachte wie ich.

Und es sind immer noch 3 Monate, bis ich mein geliebtes Pattaya wieder sehen darf. Die Zeit geht furchtbar langsam rum.

[kommentar]



Kommentar schottlandfan: Moin Zurken,
wenn dir die Themen ausgehen, du hattest vor einiger Zeit geschrieben, daß du uns die Sache mit deinem Heiler kurz erklärst.

zurken: Hab ich das? Kann mich nicht erinnern. Er ist Heilpraktiker. Was er macht, kann er weiter geben. Habe ich mal drüber geschrieben, am 12.8.2010, ist nicht mehr hier vorhanden. Der erste Absatz ging so:

Mal wieder bei meinem Heilpraktiker. Er erklärt mir seine Methode: Er sieht im Körper keine Maschine, und Krankheiten sind keine Pannen. Für ihn ist der Körper ein intelligenter Organismus. Intelligent heißt, er ist lernfähig und kann sich mitteilen. Eine Mitteilung des Körpers, die jeder kennt, ist der Schmerz. Mein Heilpraktiker findet also die Ursache einer Krankheit, indem er mit dem Körper „spricht“. Er fragt ihn, warum er dieses oder jenes macht.

Ihr habt in der Mongolei vielleicht auch Leute, die das so machen.



Kommentar schaettman: dafür ist, wenn du wiederkommst definitiv , WINTER ;-(

zurken: Ja, falsche Jahreszeit, müsste Dezember bis März weg



Kommentar schaettman: das isso wie mitter moppedversicherung : endet Ende Februar und fängt am 1.3 neu an. da is noch zu kalt....am 1.6.wär optimal,gilt dann aber wieder bis Ende Februar.... aber wer fährt denn noch im Winter ?? Beschiss an allen Ecken :-(

zurken: Saisonkennzeichen von Mai bis November, dann Moped in Keller und ab Dezember Moped in Pattaya fahren.



Kommentar Frosch: Wenn nichts mehr geht, dann geht immer noch was. Also ich erwarte dann von dir schon ein bisschen Kreativität in Pattaya. Nicht dass du dann vor lauter Ideenlosigkeit noch vor dem eigentlichen Finale schlapp machst.

zurken: In Pattaya fällt mir nie was ein, da passiert immer was …



Kommentar Soso: Für Mopeds gibts keine Saisonkennzeichen. Zurken! Das Versicherungskennzeichen gilt immer vom 1. März bis Ende Februar des Folgejahres.

zurken: Echt? Hatte nie ein Moped, dürfte ich aber fahren, glaube ich ….



Kommentar Soso: Klaro, wer Taxi fahren darf, darf auch Moped fahren. Wär doch was für den Weg zur Tafel. Würde ungefähr so aussehen:



zurken: Nee, würde es nicht, meiner ist dicker und länger.



Kommentar schaettman: ja, beim H gibts ab Okt auch Saisonkz ......vlllt ja auch bei meiner Velosolex ;-)

zurken: Was du alles hast: H und Velosolex …




Hurenkinder willkommen

25.7.17 – Ich habe ein paar Schätze in meinem Bücherregal, zB das:



Heißt „Der Horizont“, von Uwe Habermann. 21 gefaltete DINA3 Blätter, zwischen zwei dicken Pappdeckeln von 3 Schrauben zusammen gehalten, alle einseitig in SW bedruckt und jede Seite ein Unikat. Text in der raumgreifender Courier-Schrift, der Autor hat also eine olle Schreibmaschine benutzt. Es gibt von dem Buch (falls man von Buch sprechen kann) nur 200 Exemplare, zwei werden im Internet zu 50 und 85 € angeboten. Ich habe immer mal versucht, darin zu lesen und zu verstehen, worum es geht, aber habs aufgegeben. Ich glaube, der Autor selbst hat es mir geschenkt, erinnere mich aber weder an ihn, noch an die Umstände, wo, wann und warum er mir begegnet ist.

Jedenfalls zeigt das Buch: Wenn man es nicht auf ein großes Publikum anlegt, muss man sich an keine Regeln halten, man kann machen, wies einem passt. Man könnte Schusterjungs und Hurenkindern Asyl bieten, weil niemand sonst sie haben will. Oder auf jeder Seite eine andere Schriftart verwenden. Oder doppelt hervorheben. Usw. Arno Schmidt hat sich nicht an die Regeln der Rechtschreibung gehalten. Er allerdings wollte gelesen werden, und er konnte seine Eigensinnigkeiten auch gut begründen.

Was wollte ich sagen? Achso, dass ich, sollte ich mein Buch noch mal machen, auch alles anders machen könnte, nicht gerade Pappdeckel verwenden, aber … mir was ausdenken, zumindest wären mir schon mal Hurenkinder willkommen.

[kommentar]



Kommentar Andi: Du könntest doch dein Buch drei- oder vierteilen. Der erste Teil erscheint auf Papier oder Pappe oder Einkaufstüten, der zweite Teil auf CD oder einem anderen Speichermedium, der dritte Teil ist im Internet verfügbar und der vierte Teil nur als kostenpflichtiges Download. Nur musst du dann das entsprechend so zusammensetzen, dass man alle vier Teile haben muss um es auch lesen zu können.

zurken: Mmh ja, so irgendwas Verrücktes sollte man machen, ich denke drüber nach ….




Frei

18.7.17 – Oha, es ist Dienstag. Die ganze Woche nichts passiert. Mach ich heute frei, aber sollte mir noch was einfallen, schreibe ich noch was.



Doch, gibt was Neues: habe die Essais des Michel de Montaigne ausgeliehen, ein Foliant, tatsächlich im DINA 4-Format, allerdings sind die Seiten nicht gefaltet. Wie sollte ich das im Taxi unterbringen? Ich dachte, wenn ich es auf den Beifahrersitz lege, löst sein Gewicht während der Fahrt das Taxameter aus. Aber das war dann doch nicht der Fall.

Er lebte vor rund 500 Jahren. Wie auch im Fall Columbus, erfuhr er nicht, was das Besondere seiner Tat war: Nach seinem Buch ist eine neue Literaturgattung benannt worden. Vielleicht werde auch ich nie erfahren, was das Besondere …? Denn es gibt ein paar Ähnlichkeiten zwischen mir und ihm: er hat nur ein Buch veröffentlicht, und den Text über Jahre verbessert und ergänzt. Die erste Ausgabe hat er selbst finanziert. Genauso ist das mit meinem Buch, und wenn ich alle meine Tagebuch- und Blogeinträge in ein Buch packe, kommt auch so ein Foliant dabei raus.

Außerdem ähnlich: er habe kein Talent, schreibt er, er könne nichts erfinden, er habe nur über sich selbst geschrieben. Er habe ein schlechtes Gedächtnis und von den Wissenschaften nichts behalten „als einen allgemeinen und verschwommenen Eindruck, ein bisschen von jedem und nichts im Ganzen“. Und sein Buch ist voller Zitate, 1200 hat man später gezählt.

Ich vermute, auch er hätte gern über Sex geschrieben, ging aber nicht in seiner Zeit. Er hat nämlich eigens eine Reise nach Rom unternommen, um sein Buch von der vatikanischen Zensurbehörde absegnen zu lassen. Eine lange und beschwerliche Reise damals, seine 3 Begleiter gingen zu Fuß, von der Gegend um Bordeaux bis Rom. Daher dachte ich, mein Buch als die Fortsetzung seiner Essais sehen zu können. Aber so spannend ist es denn doch nicht, wie ich jetzt finde, nachdem ich ein bisschen quergelesen habe. Dabei diesen Satz entdeckt:

Wie wir die Frauen zwar ganz allein Haufen und Klumpen unförmigen Fleisches aus sich hervorbringen sehen, sie jedoch, soll eine gute und der Natur gemäße Fortpflanzung erfolgen, ebenfalls der Bestellung mit einem bestimmten Samen bedürfen – so verhält es sich auch mit dem Geist. Beschäftigt man ihn nicht mit einer bestimmten Aufgabe, die ihn zügelt und an die Kandare nimmt, jagt er im weiten Feld der Phantasie bald diesem nach, bald jenem.

Waren die Frauen in seiner Zeit anders? Brachten sie von selbst Klumpen unförmigen Fleisches aus sich hervor? Oder meinte er Missgeburten? Oder das, was Dostojewski „zum Spott geschaffene Probewesen“ nannte? Also Menschen, wie ich sie hier in meinem Stadtteil und in der Tafel täglich sehe? Öhm, Verzeihung, das war ein kleiner Scherz …. Darin vor allem ist Michel anders als ich: ihm ist alles ernst.

[kommentar]



Kommentar der Muger: Die Essays vom Michel de Montaigne habe ich mir gleich als kostenloses e-Book runtergeladen. Danke für den Tipp :-) liebe Grüsse vom Muger

zurken: Wenn er das wissen könnte, dass man ihn nun umsonst kriegt – ich sags ihm nicht … Als e-Book täts auch ins Taxi passen ...




Unsäglich egal

11.7.17 – Am Wochenende außergewöhnlich viel mit dem Taxi verdient. Wuppertal feierte die Wiedereröffnung der Talstraße, die 3 Jahre lang um den Hauptbahnhof herum gesperrt war. Das könnte ein Grund gewesen sein.* Ein Fahrgast wunderte sich, dass ich keine Lust habe, an der Feier teilzunehmen. Daraufhin dachte ich daran, was wohl passieren würde, würden alle Wuppertaler in diesem Fall ausnahmsweise mal so handeln wie ich und nicht hingehen? Alles wäre vorbereitet und aufgebaut, und dann käme kein Mensch. Das wäre doch toll – ein Wunder.

Ich glaube, wer auf solche Veranstaltungen geht, ist auf der Suche nach seinem Ort. Nach dem einen richtigen, wo man hingehört. Hat man den gefunden, weiß man plötzlich, dass man nirgendwo anders mitmachen und nirgendwo anders hingehen muss, alles andere ist unsäglich egal, langweilig und unnötig und überflüssig. Man verpasst nichts mehr, man darf zuhause bleiben. Das ist ein wunderbares Hochgefühl, wenn man seinen Ort gefunden hat.

Ich weiß das, weil ich meinen gefunden habe: thailändische Gogo-Bars.



Die Lüfte funkelten und waren klar wie ein Diamant und doch reich an Farben wie ein Opal, und ich wusste, das Goldene Zeitalter war rings um mich, und wir waren blind dafür gewesen, war es doch nie aus der Welt entschwunden.
George William Russell, The Candle of Vision

* Allerdings fiel mir auf, dass mindestens 2 meiner Fahrgäste das Taxi über eine App bestellt hatten. Die Leute spielen den ganzen Tag an ihren Phones rum, und da wollen sie ja auch mal ausprobieren, ob die App funktioniert. Wenn sie Taxis bestellen, erwäge ich, die Leute nicht mehr so arg zu verachten, die mit den Dingern vor der Nase durch die Stadt laufen.

[kommentar]



Kommentar Soso: Willkommen bei der Taxiapp!
Bitte wählen Sie aus folgenden Zusatzoptionen:

O Driften
O Burnout
O Wheelie

O Freundlicher Taxifahrer
O Unfreundlicher Taxifahrer
O Fahrer mit Turban

zurken: Im ernst? Kann man das wählen bei der Bestellung?




Der liebste Ort der Welt

4.7.17 – Schon wieder Dienstag, und ich habe nichts erlebt und weiß nichts zu berichten. In Pattaya hatte mich im Mai ein Freund aus Deutschland besucht. Er war schon mal in Thailand, aber noch nie in Pattaya. War also gespannt darauf, wie ihm das gefallen wird, was mir der liebste Ort der Welt ist: die Gogo Bars. Er schaute sich um und schien nicht begeistert, an allen Mädels hatte er was auszusetzen, zu fett, zu arrogant, zu stark geschminkt usw. Ich sagte, in diesen Bars könnte ich meinen Lebensabend verbringen, hier fühlte ich mich zuhause. Ob mir nicht langweilig werde, fragte er. Nein, über das Leben in Gogo-Bars könnte ich täglich berichten, über den Trott daheim hingegen …

Ich nutze jede Gelegenheit, meinen Fahrgästen von Thailand vorzuschwärmen. Auffallend oft sagen die dann: kenne ich, war ich auch mal, oder sie kennen jemand, der ihnen davon erzählt hat. Gestern mal wieder zwei junge Männer. Der eine sagte, sein Vater sei oft in Thailand gewesen, und seine Mutter habe nie erfahren, was er dort machte, nur ihm habe er es erzählt. Ich solle in Thailand aber keine Viagra oder ähnliche Pillen kaufen. Sein Vater sei nach einem Puffbesuch auf der Straße tot umgefallen. Herzversagen.

Ich glaube aber nicht, dass es an der thailändischen Herkunft lag, er hatte wahrscheinlich ein schwaches Herz. Ich nehme von den Levitra, die ich in Pattaya gekauft habe, nur ein Viertel, funktioniert trotzdem, und ich habe keine Nebenwirkungen.

Außerdem wollte ich ihm sagen, es gebe dort weder Puffs noch Prostituierte, nur Prinzessinnen. Aber ich kam nicht mehr dazu, wir waren am Fahrtziel.

[kommentar]



Kommentar Piet: .. und dann noch extra Kohle kassiert?

zurken: Nö – wieso?




Toller Plan

27.6.17 – 7:58 Guten Morgen Dienstag! Die Woche ist vergangen, wie es sich gehört für eine Woche, die anderen werden auch vergehen, aber so fern noch … Ich gewöhne mich jeden Tag etwas besser an den Trott, mit nachlassendem Stöhnen, wenn ich losgehe zum Taxi … Es winkt ja die Belohnung: Pattaya im November, noch so fern, mehr als 4 Monate, genau 18 Wochen, sie werden vergehen, leider auch die 4 danach, und ob ich wieder so glücklich sein werde wie im Mai? Ist nicht sicher.



Aber für den Fall, dass ich durchhalte bis Ende Oktober, die Wochen so vergehen wie die letzte, mit gleich vielen Arbeitsstunden, kann ich schon mal davon träumen, was ich dann anstellen werde. Geld genug hätte ich dann: Drei Mädels in einer Nacht zum Beispiel. Bo, Pat und die andere, wie hieß sie noch? Oder zusammen mit Marc und zwei Girls, das will er machen, hat er versprochen. Oder dann doch mal Sex mit einem Ladyboy, d.h. seinen Schwanz lutschen und ihn vögeln. Ich denke da an meinen Facebook Freund Kitty, den hatte ich schon mal bei mir im Zimmer. Als ich ihn zum ersten Mal in seiner Bar sah, war ich sicher, eine echte Lady im Arm zu haben. Jetzt scheint er einen festen Freund zu haben, er postet laufend Fotos mit immer dem selben, einem schwulen alten Farang. Aber wenn er in Pattaya ist und nicht schon verheiratet, wird das klappen. Toller Plan, was?

Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jeden Tag arbeiten, so wie alle anderen, ohne von November träumen zu können, was wäre das furchtbar … Obwohl: werde ich es erleben? Auf Facebook kam die Nachricht, der Yellowstone könnte ausbrechen, das ist ein Riesenvulkan, der so alle 600.000 Jahre explodiert, und der Termin sei bereits 30.000 Jahre überfällig …

Ja, ich weiß, es gibt viel Mist auf Facebook, aber es gibt auch nette Sachen, das zum Beispiel finde ich sehr nett, schade, dass es mir nicht eingefallen ist:



[kommentar]



zurken: Schaue mir zur Einstimmung schon mal Videos an: Wenn die so hübsch sind wie Kitty, finde ich das echt geil :-)



Kommentar Andreas: Das mit dem Yellowstone Vulkan ist nicht ein Mist der aus Facebook entstammt. Seit Jahren schon ein Dauerthema und irgendwann wird er tatsächlich ausbrechen. Aber nicht nur das. Mich hat schon immer die San-Andreas-Verwerfung interessiert (schon weil es mein Vorname ist). Dort rechnet man ja auch seit vielen Jahren mit grösseren oder kleineren Erdbeben. Im Moment fürchte ich mich mehr vor den Aktivitäten der thailändischen Junta - dass die unseren Spielplatz kaputt machen - denn vor solchen Naturkatastrophen...

zurken: Aber selbst wenn Pattaya geschlossen würde, könnten wir einfach nach Kambodscha fliegen, aber wohin fliehen vor der Asche aus dem Vulkan? Nö?



Kommentar Piet: Wundere mich, daß hier noch niemand etwas zu Altkanzler H.K. gesagt hat. War er wirklich der große Europäer, den jetzt alle posthum bejubeln?. Ist er der Vater der deutschen Einheit? Der größte Politiker, den D jemals hatte?
Ich habe da so meine ganz erheblichen Zweifel. Meinungen?

zurken: Darüber wird anderswo schon genug geredet, müssen wir nicht auch noch, oder? Aber wer bis denn du? Der Piet, den ich kenne? Vor langer Zeit mal bei mir gefahren? Sag mal.



Kommentar Soso: Wenn Du nicht von November träumen würdest, müsstest Du ja nicht jeden Tag arbeiten.

zurken: Stimmt. Manchmal weiß ich nicht, was schöner ist …




Bild + Zitat

20.6.17 – Ich mache ja auf Facebook so eine Serie mit Bild + Zitat. Ich kam darauf, als ich mein Buch durchsah und dachte: „Mmh, eigentlich sind nicht meine Texte, sondern die Titelseiten der Kapitel das Beste.“ Nämlich ein Foto mit einem Zitat drunter. Man schaut sich ja auch in Zeitschriften am liebsten nur die Fotos an und liest die Bildunterschriften.

Inzwischen besteht diese Serie aus 234 Bildern. Die meisten habe ich wieder gelöscht, weil ich sie nicht gut genug fand. 78 sind noch zu sehen. Ich zeige hier mal ein paar davon. Als erstes eins, dass ich noch gar nicht rein gestellt habe, weil … weiß auch nicht warum:



Das Geld kommt immer irgendwie angedackelt, und ich gebe es frisch und froh aus.
Max Goldt, Die Kugeln in unseren Köpfen

Von selbst kommt es bei mir nicht angedackelt, aber ausgeben kann ich es frisch und froh, nämlich für Thaigirls. Dann gibt es ein paar Bilder, die zu veröffentlichen ich mich nicht getraut habe, das zum Beispiel:



„Weißt du, wir leben wie der Mann, der aus dem zehnten Stock eines Hauses fiel.“
„Wieso? Was war mit dem?“
„Der sagte an jedem Stockwerk, an dem er vorbeikam: Bis hierher ging's gut.“
Steve McQueen, Die glorreichen Sieben

Manchmal habe ich den Text selbst erfunden:



Wo sonst wird der Mann so begrüßt, wenn er nach Hause kommt? Nur in Thailand!

Es sieht aus, als begrüße sie mich, man sieht sogar rechts den Türgriff. Leider ist es die Balkontüre, und sie trocknet sich nur ihre Haare. Einmal hat Facebook mein Foto kommentarlos gelöscht, war denen wohl zu pornografisch, obwohl keine Nippel zu sehen sind:



Sogar beim Sex dachte ich: Ich tue es bloß, weil es sich so gehört, ich kam mir lächerlich vor. Machte aber trotzdem weiter. Was hätte ich sonst tun sollen?
Charles Bukowski, Den Göttern kommt das große Kotzen

Möglicherweise gibt es eins, das niemand verstanden hat, ich habe es auch nicht erklärt:



Thais sind der Meinung, dass der Ausländer grundsätzlich immer schuld ist. Wäre er zuhause geblieben, dann wäre der Unfall nicht passiert.
Günther Ruffert, Farang in Thailand

Im Text geht es um Verkehrsunfälle. Auf meinem Bild ist der hübsche Junge der Unfall, er ist offenbar ein Mischling. Er wäre nicht passiert, wäre der Farang zuhause geblieben.

Noch besser wäre es, wenn ich die Fotos speziell für die Texte inszenieren würde. Aber dafür bin ich zu faul. Hier und heute wollte ich eigentlich mein bestes Stück zeigen, kann mich aber nicht entscheiden. Dieses ist es nicht, aber ich mag es, weil es eine Liebeserklärung an die Thaigirls ist.



They tell me I'm too young to understand
They say I'm caught up in a dream
Well life will pass me by if I don't open up my eyes
Well that's fine by me
So wake me up when it's all over
When I'm wiser and I'm older
All this time I was finding myself
And I didn't know I was lost
Aloe Blacc, Wake me up

Das Mädchen arbeitet auf der Beach Road in Pattaya. Sie wartet da auf einen Mann, der sie mitnimmt ins Hotel. Anscheinend wartete sie schon ziemlich lange und hat sich für eine Pause hingelegt. Eins meiner letzten Bilder ist auch nett, Text passt, auch wenn Max Goldt an diese Dame sicher nicht dachte, als er das schrieb. Aber für den Verleih als Groteskpassant ist sie wie geschaffen. Dafür habe ich die meisten Likes bekommen:



Wenn man keinen Reisepartner hat, den man vor bombastische Baulichkeiten fremder Länder stellen kann, sollte es in der Nähe vielbesuchter Gebäude sogenannte Groteskpassantenvermietungen geben, wo man für ein paar Dollar abwegig gekleidete Personen mieten kann.
Max Goldt, Besser als Halme: Blutmagen, grob

[kommentar]



Kommentar Claudia Roth: Wie kommen Sie denn an mein Foto ?

zurken: Habe ich doch selbst gemacht vorm Hotel, schon vergessen? Und oben im Zimmer habe ich auch einige gemacht. Soll ich mal zeigen?




Gut angelegt, bringt Gewinn



13.6.17 – Zweimal in einer Nacht von Scheiße geträumt. Im zweiten Traum erinnerte ich mich an das erste Mal, aber nicht an den Traum, sondern dass vor kurzem schon mal ein Haufen in meinem Wohnzimmer lag, und nun schon wieder, und groß und grün war er, wie der Fladen einer Kuh. Verbissener Ärger über die Schweinerei, aber auch gewundert, dass der Haufen nicht stank und wie eine Kuh in mein Zimmer gelangen konnte. Wie im echten Leben kam ich also bis dahin, mich zu wundern (über das Leben), aber ich kam nicht so weit, den richtigen Schluss daraus zu ziehen. Im Traum hätte ich merken können, dass ich träume. Noch interessanter wäre der richtige Schluss für das echte Leben..

Von Scheiße träumen bedeutet Geld kriegen. Demnach kriege ich jetzt gleich zweimal. Die thailändischen Wahrsager haben mir das schon für letztes Jahr prophezeit. Das erinnert mich an meine Mutter. Ihr wurde von allen Wahrsagern der tolle reiche Mann prophezeit, auf den sie bis zu ihrem Tod gewartet hat. Keiner gekommen. So wird das auch mit meinem Geld werden. Kommt nicht. Da es noch weitere biografische Ähnlichkeiten zwischen mir und meiner Mutter gibt, gehe ich davon aus, dass ich auch so alt werde wie sie: 76. Noch acht Jahre. Zeit genug, einen Kredit abzuzahlen. Das wäre dann das prophezeite Geld. Denn meine Mutter machte den Fehler, passiv abzuwarten. Man muss schon ein bisschen dafür tun, wenn Prophezeiungen sich erfüllen sollen. Morgen gehe ich in die Sparkasse, das Gespräch mit dem SS = SparkassenSachbearbeiter wird so gehen:

SS: Sie möchten also ein privates Darlehen über 10.000 Euro. Für Anschaffungen?
Ich: Für in Pattaya verjubeln.
SS: Pattaya?
Ich: Badeort in Thailand, waren Sie da mal?
SS: Nein, müsste ich?
Ich: Unbedingt.
SS: Da wollen Sie baden, oder wie?
Ich: Nein, vögeln, ich bin Sextourist.
SS: Sie wollen sich Geld leihen für Sex mit thailändischen Prostituierten?
Ich: Ist gut angelegt, bringt Gewinn.
SS: Hüstel …
Ich: Glücksgefühle und Lebenserfahrung.
SS: Verstehe.
Ich: Aber ist ja auch egal wofür, oder?
SS: Haben Sie Sicherheiten? Wie hoch ist Ihr Einkommen?
Ich: Ich habe meinen Rentenbescheid mitgebracht. Bitte.
SS: 271 Euro?

Vor 26 Jahren wär das noch gegangen. Da bin ich in eine Deutsche Bank-Filiale spaziert und habe 120.000 DM gekriegt. Ohne Sicherheiten. In 9 Jahren abgezahlt. Machen die wohl heute nicht mehr.

[kommentar]



Kommentar Frosch: Geld soll es für dich regnen. Das werden wir dir im November in Pattaya erfüllen. In der Windmill werde ich zwei nackte Tänzerinnen engagieren, sie stellen sich breitbeinig vor dich und streuen 100 Zwanzig-Baht-Scheine über dich. Dann werden die freien Agogo-Tänzerinnen die Geldscheine aufsammeln, sie müssen dir aber dabei die Kleider vom Leibe reissen. Am Schluss kommen dann alle Mädels artig um sich bei dir zu bedanken und um etwas Kleines zu trinken. Auf welche Art sie das machen dürfen, ist dann dir überlassen.

zurken: Klingt ja wie ne Geburtstagsparty. Okay, ich erinnere dich dann, falls ich durch den dichten Ring deiner Freundinnen zu dir durchkomme.



Kommentar schaettman: würden täten sie ja, brauchen aber das Geld für eigene Schulden, die haben zuviel Geld so verjubelt, nich mit Weibern sondern mit faulen Krediten, seltsames Hobby ;-)

zurken: Darum wollen sie jetzt Sicherheiten. Sie können halt nicht wissen, was für ein ehrlicher Knochen ich bin. Brief unterwegs.




Jub Jub

6.6.17 – Ön hat mir geschrieben, sehr nett von ihr, dass sie an mich denkt. Weils so schön war, kopiere ich den Chat hier wörtlich:

Ön – Hey
Ich – Hey how are you? I miss you
Ön – I miss you to – What you do
Ich – I sit home and think of you
Ön – Haha
Ich – Want see you baby so much. Can you send me some pictures from you?



Kommentar zum Foto Ön – Sleep now [Fotos von sich machen sie ja immer gerne. Ist sie nicht süß? Hätte natürlich gern ein Nacktfoto gehabt]
Ich – Oh thank you, very nice, ok honey sleep well, I love you
Ön – Jub Jub [Das ist, nehme ich an, Thailändisch für „bla bla“, weiß das einer?]
Ich – It's true, I love you
Ön – I want money
Ich – Yes I know, no problem, I will give you in november, ok?
Ön – Now you can
Ich – I'm fine and you? [Missverständnis, ich hatte nicht genau hingeguckt, dachte, sie habe geschrieben: „How are you“. Dass sie sofort Geld will, damit hatte ich nicht gerechnet]
Ön – Good
Ich – Now I cannot give you money, you not here with me, I want see you. In november ok? [Erst die Arbeit, dann der Lohn]
Ön – Ok
Ich – Fine, I will make you happy
Ön – Ok

Ich vermute, da wächst eine neue Generation heran: die 30jährigen Girls machen das Spiel noch mit und sagen: „I love you too“, die jungen lachen mich aus und sagen: Sülz nicht rum, Alter, ich will nur dein Geld und am besten sofort.

[kommentar]



Kommentar Maras: Jub Jub, schreibe ich auch immer - und bedeutet, jo jo Quatschkopf.. Tut mir leid dir nichts netteres schreiben zu können ;-)

zurken: Dachte mir schon, dass es so was bedeutet



Kommentar Frosch: Bin nicht ganz einverstanden mit Maras, hab da eine offizielle Übersetzung aus dem Internet: jub jub Phonetic form of "kiss kiss" in Thai. It's time for me to go now. Take care. Jub jub! (urbandictionary.com)
Gruss und bis in 20 Wochen
Frosch

zurken: So, dann muss ich die Sache mal klären und meine Freundin Sabai mal fragen.



Kommentar Wolfgang: Jupp Jupp heißt: Kiss, Kiss., also eine nette Antwort!

zurken: Also schon 2 : 1 für Kiss Kiss ….



zurken: Sabai schreibt: "Jub jub means same Love you and good luck"



Kommentar Maras: Sorry, auf Thai heißt es tatsächlich Kiss Kiss, oder wie du schreibst.. Ich lebe in Krasnodar und verwende es so..und auch die Leute mit denen ich kommuniziere - wollte dich nicht auf eine falsche Spur lenken..

zurken: „No plomplämm“, wie die Thais sagen. Wow, ich habe einen Leser in Krasnodar!



Kommentar Jojo: Jub jub ;)

zurken: Danke gleichfalls!



Kommentar Da Saubazi: Hatte schon Angst um dich, aber du langweilst dich ja Gott sei Dank schon wieder!!!
http://www.focus.de/panorama/welt/video-verbreitete-sich-im-netz-thailand-tourist-wegen-oeffentlichem-oralsex-in-bar-festgenommen_id_5460274.html

zurken: Haha, in Gogo-Bars Alltag, aber wahrscheinlich war das in einer offenen Bierbar. Ich wars jedenfalls nicht, bin ja auch bisschen älter….






Voller Mitleid

31.5.17 – Vielleicht sollte ich mich im November mal umhören, ob ich als Manager in einer Gogo-Bar arbeiten kann. Noch besser wäre der Job der Mamasan, weil die sich um die Mädels kümmert und entscheidet, welche eingestellt werden. Beim Vorstellungsgespräch müssen sie sich ganz ausziehen. Ich könnte mich ja als Frau verkleiden, die Mamasan wäre also ein Ladyboy. Habe ich schon mal irgendwo gesehen. Mein Alter wäre okay, viele Mamsan sind in meinem Alter. Sähe dann ungefähr so aus:



Als Manager müsste ich mir wahrscheinlich schon mal was einfallen lassen, um das Geschäft zu beleben. Shows für die Ladys ausdenken zum Beispiel. Oder Schmiergelder zahlen, mich mit meckernden Kunden herumschlagen und mich bei blöden Leuten einschleimen, die sich wichtig vorkommen. Das wäre mir alles zu anstrengend.

Erst mal muss ich fünf Monate hier bleiben und arbeiten. Fünf Monate nicht leben. Nur Zeit absitzen. Andere Leute halten das nur aus, weil sie nicht wissen, dass sie nicht leben, dass es ein richtiges Leben gibt – in Pattaya. Ich bin immer voller Mitleid, wenn ich die Leute draußen sehe, die garantiert noch nie gelebt haben. Ich immerhin schon elf mal.

Ab jetzt gibt’s den Zurkenblog wieder nur 1x die Woche, immer Dienstags.

[kommentar]



Kommentar Marc :-): Ja so haben wir es natürlich alle gerne. Fünf Monate Zeit absitzen und nur noch einmal wöchentlich schreiben. Warum nicht regelmässiger schreiben, dafür auch weniger auf dem Hintern sitzen. Ok, beim Schreiben am Compi sitzt man ja auch auf dem Allerwertesten, dafür werden aber andere Körperteile aktiviert, vor allem die Hirnmuskeln. Und lass deine anderen Körperteile nicht einschlafen, denn die fünf Monate sind bestimmt schnell vorbei. Wir wollen doch nicht, dass du schon in der zweiten Woche den Rüssel hängen lässt - ich meine natürlich den Kopf.

zurken: 5 Monate der tägliche Trott, für mich Arbeit, für den Rüssel Pornofilme. Was gibt’s da zu schreiben? Schon ein Wunder, dass mir 1x in der Woche was einfällt.



Kommentar blog24: Zurken als Puffmutter. Der Höhepunkt und das Ende (?) einer großartigen Karriere.

zurken: Nein, das wird der Beginn meiner Karriere, und es heißt nicht Puffmutter, denn eine Gogo-Bar ist kein Puff, es heißt Mamasan!


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