Pattaya noch nicht gefunden



18.9.18 – Reisekollege Stephan macht derzeit eine halbjährige Tour im Pickupcamper durch Nordamerika. Und der Muger fährt Sessellift. Früher, in meiner Vorpattayazeit hätte ich gedacht: Toll, tät ich auch machen. Jetzt denke ich: Die suchen noch, die haben ihr Pattaya noch nicht gefunden. Denn dann fährt man nirgends anderswo mehr hin. :-)

Der Taxigerätewahnsinn



Von oben nach unten:

- Navi (3x vorhanden: TomTom, im Display des Taxifunks und fest eingebaut von Mercedes)
- Mein Uralthandy, Smartfone kommt nicht in Frage.
- Taxidisplay zur Fahrtenvermittlung
- Kartenlesegerät – begibt sich gerade brav in den Schlafmodus. Wach am besten nie mehr auf!
- Fiskaltaxameter

Ich vermute, alle arbeiten mit derselben Technik zur Datenübertragung: mit Mikrowellen. Hinzu kommen die Handys der Fahrgäste. Alle haben eins, auch die Alten. Steckt man einen Taxifahrer in einen Mikrowellenherd, stirbt er. Wie ein Wunder ist zwischen den vielen Mikrowellengeräten noch kein Taxifahrer gestorben, obwohl sie täglich 12 Stunden lang gegrillt werden. Ich lasse mich noch 5 Tage grillen, dann ist Schluss. Flug nach Bangkok ist schon gebucht: 7.10. (Auch neue Kamera gekauft, aber wieder die gleiche. Eine, wie ich sie haben wollte, sollte 500 € kosten, das lohnt denn doch nicht.)

Uns umbringen



Ohne Flugzeuge wäre der Morgenhimmel makellos wie am Vortag. Chemtrails? Man versucht mal wieder uns umzubringen: Atomenergie, Geoengineering, Blei im Benzin, DDT, Mikrowellen, Textilveredelung usw. Wir halten alles aus. Der Neandertaler habe mindestens 400.000 Jahre auf der Erde gelebt. Er hat 2 Eiszeiten überstanden. Er wusste also wie und warum es kalt wurde. Wir nicht. Das würde ich gern noch erleben: den Anfang der nächsten Eiszeit. Ich fürchte, das klappt nicht. Flieg ich also nach Thailand und male Chemtrails in den Himmel.



Und trotz Alter und Arbeit und Gegrilltwerden sehe ich immer noch fantastisch aus, nö? Oder macht die neue Kamera alles schön?





Kompliment



11.9.18 – Warum ist der Job der Prostituierten derart geächtet? Ich habe es nie verstanden. Es ist doch der schönste Beruf der Welt. Ich glaube, eigentlich würden es alle Frauen gerne machen. Der Job ist leicht und wird gut bezahlt. Eine junge Frau erzählte mir im Taxi, viele Männer wollen gar keinen Sex. Sie habe einen Kunden, bei dem sie nur auf seinem Schoß sitzen müsse und ihm zuhören.

Ich glaube also, die gesellschaftliche Ächtung entstand durch den Neid der hässlichen Frauen. Man muss sich nur die Frauen ansehen, die für die Abschaffung von Prostitution und Pornografie plädieren. Neid und Eifersucht sind weibliche Erfindungen. Sie haben diese Gefühle in die Welt gebracht und an uns weitervererbt. Männer würden ihre Frauen mit ihren Freunden teilen, wären sie nicht dressiert von ihren Frauen.

Wir Männer glauben, es sei eklig und erniedrigend, wenn Frauen mit fremden, hässlichen Männern Sex haben müssen. Stimmt, ich empfinde Ekel, wenn ich mir vorstelle, ich müsste mit dem Typen, den ich zum Bordell fahre, Sex haben. Aber ich bin ein Mann. Und die Prostituierten lassen uns gern in dem Glauben, denn so sind wir bereit, mehr Geld zu zahlen.

Dass es für die Frauen leicht verdientes Geld ist, sieht man daran, wie leicht sie es wieder ausgeben. Die Regel gilt für alle: Leicht verdientes Geld, zum Beispiel durch einen Lottogewinn, gibt man auch leicht wieder aus. Was ich in Pattaya erlebe, sollte weltweit eingeführt werden: Ich kann jede Frau überall fragen, ob sie mit mir Spaß haben möchte. Nicht alle machen es, aber keine reagiert abweisend oder beleidigt. Sie empfinden es eher als Kompliment, dass ich sie attraktiv finde. Mein Fahrgast hatte recht als er sagte: „Mit Frauen geht nur ficken und schmusen, alles andere geht mit Männern besser.“





Auf den Kunden abwälzen



4.9.18 – Idee für ein Fernsehformat, bei dem der Sender den Moderator einsparen könnte. (Vielleicht gibt es das schon, ich gucke ja nicht fern.)

Im TV sieht man einen Promi auf einem Stuhl sitzen, der einem elektrischen ähnelt. Die Sendung könnte also zB „Der Elektrische Stuhl“ heißen. Der Promi soll interviewt werden, aber eben nicht von einem Moderator, sondern von der Internet-Gemeinde. Das Bild erscheint nur im TV-Kanal, nicht im Internet. Per Internet kann jeder Fragen stellen. Der Promi hat an der Armlehne einen Computer, auf dem er das gleiche sieht wie das Publikum. Das Interview hat 3 Teile:

1. Der Promi erzählt was zu seiner Person, was er macht, ob er verheiratet ist, Kinder hat usw.

2. Eine Software wählt unter den eingegangen Fragen diejenigen aus, die am meisten gestellt wurden. Also nach der Häufigkeit der Wörter. Die Leute vorm Bildschirm sollten ihre Fragen daher orthografisch richtig schreiben, sonst werden sie vom Programm nicht berücksichtigt. Der Promi kann wählen, welche Frage er beantworten möchte.

3. Der Promi muss die als erste auftauchende Frage beantworten, egal, was es ist, zumindest etwas Sinnvolles dazu sagen. Oder per Zufallsschaltung wählt das Programm einen User aus, der exklusiv eine Frage stellen darf.

Das heißt, man würde das gleiche machen, was anderswo schon lange gemacht wird: Arbeit, die Geld kostet, auf den Kunden abwälzen. Wie der Fall bei Bankautomaten und Selbstbedienung. Und die Zuschauer hätten Spaß an der Sache. Gibt es das schon?




Kommentar Dumbledore: So ein Beitrag von unserem verehrten Taxidominator zum tagtäglichen Talk-Disaster im TV verlangt natürlich schon eine Reaktion. Leider kann ich mich als Außenstehender nicht wirklich kompetent dazu äußern, aber vielleicht wäre eine Auto-Zapp-Funktion ein Weg: mittels Gesichtserkennung identifiziert eine TV-App eine prominente Visage und Zappa sofort auf einen benachbarten Kanal. Derzeit mache ich das noch händisch.
Alternativ könnte man auch das Privatfernsehen wieder abschaffen, nachdem der Versuch an ausbleibender Volksgesundheit gescheitert ist. Dann könnten auch ARD und ZDF ihre Talk-MatscherInnen (Maischberger, Will, Plasberg) in die wohlverdiente Rente schicken.

zurken: Jaja, bin einverstanden: Privatfernsehen abschaffen und Maischberger, Will, Plasberg in die wohlverdiente Rente schicken. (Naja, ob die Rente wohlverdient ist?)




Dumme Fehler

28.8.18 – 20 € Verlust gemacht, durch Blödheit.

1. Blödheit: Stopfe meine Wäsche in den Trockner, gehe zum Automaten, werfe 2 € hinein für Nr. 19. Will einschalten und bemerke, meine Wäsche liegt in 17. In Nummer 19 ist bereits getrocknete Wäsche drin von einem anderen. Will die raus nehmen und nebenan in eine freie Maschine stopfen, frage aber vorsichtshalber die Anwesenden, ob der Inhalt einem von ihnen gehört. Ein Ausländer versteht meine Frage falsch, er denkt, ich weiß nicht, wie man das Ding einschaltet und drückt auf „EIN“. Bevor ich verstehe, was da abgeht, fängt Nummer 19 an zu trocken für meine 2 €. Nummer 17 steht still. Was jetzt? Notaus drücken? Ich gebe mich geschlagen und werfe noch mal 2 € rein für Nr. 17.

2. Blödheit: Sitze im Bus und mein Handy meldet: „Guthaben verbraucht“. Ich hatte aber am Vortag geladen, es waren 18 € drauf. Wo sind die geblieben? Ich schaue nach: das Handy hatte die Nummer 7777777777 gewählt. Es lag im Rucksack, ich hatte wohl durch den Stoff hindurch auf die 7 gedrückt. Es muss also eine Verbindung entstanden sein. Eine teure, 2 € pro Minute, ich war 9 Minuten verbunden. Mist!

Es bedeutet, ich muss aufpassen, ich mache dumme Fehler, ich bin gestresst, weil ich so viel arbeite. Demnächst verliere ich noch Schlüssel oder Geldbörse.

Habe dann abends auf die Flasche Wein verzichtet, die ich mir wegen Überarbeitung gönnen wollte. Verlust nur noch 17 €. Die spare ich ein, indem ich auf das Kilo Darjeeling First Flush verzichte, das ich bestellen wollte. Wasser sei sowieso das beste Getränk, hat mein Heilpraktiker gesagt.



Das ist Lily, sie hat mich vor einem Jahr ein paarmal im Hotel massiert, aber mehr als Massage wollte sie mir nicht gewähren. Letzte Nacht gab sie mir den Schlüssel zu ihrer Wohnung, ich dürfe allein da rein gehen, sagte sie. Wusste zwar nicht, warum, aber habe ich gemacht. Ihr Zimmer war wunderlicherweise europäisch eingerichtet. Als ich auf der Couch saß und mich fragte, was ich nun dort machen sollte, wurde ich wach, es war nur ein Traum. Vermutlich hatte mich ihr Foto beeindruckt, das ich am Tag zuvor auf Facebook gesehen hatte. Sie scheint eine richtige Dame werden zu wollen. Ihr Kommentar zum Foto: „Ich will, dass sie die Kontrolle übernehmen. Wie viele Knöpfe brauchst du zum aufknöpfen??“




Kommentar Manfred: Was bedeutet denn "wie viel Knöpfe brauchst du zum Aufknöpfen"? Dieser Google-Übersetzer ist die größte Scheiße, die es auf dem Gebiet gibt. Für mich ergibt das keinen Sinn.

zurken: Aber ist doch schön geheimnisvoll. Wir können uns was aussuchen. Vielleicht bedeutet das thailändische Wort für Knopf gleichzeitig Zeit. Dann heißt das: „Wie viel Zeit brauchst du um mich aufzuknöpfen.“ Oder eher: „mich zu erobern?“




Ganz wohl war mir nicht



21.8.18 – Marco Goecke. Mit Dackel „Gustel“ und seiner „Mamma“ habe ich Marco am Sonntag gefahren. Ein Wuppertaler Promi. Caroline von Monaco sei eine enge Freundin von ihm. Seine Mamma kannte ich schon, hatte sie vor einer Woche schon mal gefahren, sie wohnt in meinem Stadtteil. Sie erzählte, es sei lustig für sie, wenn sie nach Aufführungen seiner Stücke sieht, wie viel Ehrfurcht und Bewunderung andere Leute ihm entgegen bringen. Konnte ich nicht, ich interessiere mich ja auch nicht so doll für Tanztheater. Ich hatte noch nie von ihm gehört. Es war eine schöne Rundfahrt durch Wuppertal, erst zum Grab von Pina Bausch, dann zum Grab seines Vaters, dann ins Café = 110 €. Angenehme Fahrgäste und gut für meinen Geldbeutel. Die beste und längste Fahrt in diesem Jahr. (Ich hatte meine Kamera dabei, hätte ein Foto von uns machen können, auch ein Autogramm haben können, aber …)

Seltsamerweise wohnt in derselben Straße, gegenüber von der Mamma, der Fahrgast, der mir ein paar Tage vorher die zweitbeste Fahrt bescherte. Ein Pole, der ein bisschen aussah wie der junge David Bowie. Er war bei der Arbeit vom Dach gefallen. War er Dachdecker? Habs nicht genau verstanden. Gehirnerschütterung und ein Bein und ein Fuß gebrochen. Offenbar komplizierter Fall, er sei seit Monaten in Behandlung. Ich fuhr ihn in die Uniklinik Bochum. Er sei schon öfter dort gewesen, sagte er, konnte mir aber den Weg nicht zeigen, also nach Navi gefahren. Da er unterwegs Geschichten erzählte und das Navi ein neues, ungewohntes Gerät war, verpasste ich die Abfahrt. Gleich dahinter hielt ich in einer Nothaltebucht. Was nun? Weiterfahren hätte bedeutet, großer Umweg mit weiteren polnischen Geschichten. Fahrpreis wäre kein Problem gewesen, zahlte die Berufsgenossenschaft. Es war kurz nach Mittag, die Autobahn nicht dicht, aber doch gut befahren. Ich guckte in den Rückspiegel, und als ich keinen mehr sah, setzte ich zurück. Kam natürlich doch einer, ein riesen Laster hielt hupend und warnblinkend hinter mir. Er hätte auch vorbei fahren können, Platz war genug, er musste halt meckern. Ich war aber schon weit genug gefahren, musste nur nach rechts lenken und losfahren. Alles gut. Ganz wohl war mir nicht bei der Aktion. Es schien ein neuer LKW zu sein, der bestimmt eine Kamera hatte. Habe die Tage danach auf Youtube nach „Taxi / Autobahn / rückwärts“ gesucht, aber bis jetzt nichts gefunden.

Mit der Arbeit war am Sonntag Halbzeit, 37 Tage gefahren, 37 Tage sollen es noch werden. Bis jetzt alles okay. Arbeite manchmal 12 Stunden, habe auch schon Lohn auf dem Konto: 7,86 € …




Kommentar Josef: Wiedermal eine tolle Geschichte, es freut mich natürlich das dir das Arbeiten Spaß macht und Du nicht total mit nichtstuern verblödest. Deine Geschichten sind auch wesentlich besser geworden und erreichen sicher schon 60% von deinem normalen Standard.
Was mich (uns?) natürlich interessiert ob Du in deinem Leben nochmal aus dem Seebad berichten wirst, gehört nämlich zu den Jährlichen (literarischen) Höhepunkten? &xnbsp;
Vielleicht kannst du und zweimal von deinen Erlebnissen pro Woche berichten?
Danke vorerst einmal und ich hoffe Du hast eine Klimaanlage in deinem Wagen.
LG Josef

zurken: Wo habe ich geschrieben, dass mir die Arbeit Spaß macht? Hmmh, kann mich nicht erinnern. Flug zum Seebad habe ich gestern gebucht, lande am 8.10.18 in Bangkok und bleibe genau 33 Tage. Zur Zeit fahre ich ein Taxi mit Klima, mein Chef hat aber auch eins ohne, das bin ich in den ersten 2 Wochen gefahren, ging auch. Zweimal berichten kann ich nicht im Moment, bin einfach zu müde … Aber im Oktober wieder täglich.




Lappen mit Schweineschmalz

14.8.18 – Dicke Frau mit Hund steigt am Krankenhaus ein, sie will zum Aldi. Beide stinken, der Hund etwas anders und schärfer als sie. Meine Nase kann beide Gerüche voneinander unterscheiden. Wir sind noch nicht auf der Hauptstraße, als sie einen Schrei ausstößt, so laut, als wäre sie von einer Kugel getroffen. Sie hat ihren Schlüssel vergessen. Das war überhaupt der Grund, warum sie ins Krankenhaus gefahren war, um den Schlüssel zu holen. Vom Mann oder irgendwem, der da drin liegt. Wir machen eine Runde zurück zum Eingang, und sie zahlt 4,20 €. Ich packe den Rollator wieder aus, und sie bindet ihren Köter vorm Eingang fest und rollatort rein, den Schlüssel holen. Ich warte. Der Köter kläfft bis sie zurück ist, ich packe alle drei (dicke Frau, Hund, Rollator) wieder ein, und wir fahren zum Aldi.

Wir Taxifahrer profitieren davon, dass manche Leute derart fett sind, dass sie nicht mehr laufen können. Aber wie kriegen die das hin?



Eine Freundin schreibt: „Eine Bekannte hat sich ihr ganzes Leben lang vollgefressen und war schließlich so dick, dass ihr die Achillessehnen gerissen sind, Schilddrüse, Herz, Blutdruck … der Körper streikte. Dann hat man ihr den Magen weggenommen. Bis auf einen kleinen Rest. Jetzt ist das Fett weg. Nur hingen jetzt 20 Kilo Lappen Haut an ihr herunter. Davon bekam sie eine Depression. Wenn sie schwitzte, sammelte sich unter den Lappen eine Art Schweineschmalz. Das musste immer weggewischt und gepudert werden. Sonst entzündete sich die Haut. Dann kam das Gutachten vom Psychologen um die Ecke. Und so wurden auch diese Lappen weg operiert. Zahlte alles die Krankenkasse. Sie wurde eingenäht in den neuen schlanken, lappenfreien Körper und darf nun nie wieder zunehmen, sonst platzt sie auseinander.“



Na bitte, geht doch, so dünn kann man bleiben, so dünn schaffe ich nicht. „Ich hab ein appes Bein, und ich steh dazu!“ Aber muss es unbedingt in eine kurze Hose? Schwitzt es sonst? „Nun lass ihn doch!“ Jaja, ist ja gut …

PS: Komisch. Letzte Woche habe ich behauptet, die Nazis hätten recht gehabt mit ihrer Theorie, Schwarzafrikaner seien eine andere Rasse, und keiner hat protestiert.




Kommentar Frosch: Es kann schon sein das du das wegen der Nazis behauptet zu glauben hast.&xnbsp; Aber auch beim wiederholten Male durchlesen sehe ich immer noch nicht wie wir das hätten bemerken sollen. Aber hast es klug versteckt in deinen Zeilen. Es grüsst der Frosch&xnbsp;

zurken: Ja, nö? Geschickt versteckt.




Nicht mit so einem Trolli

7.8.18 – Neulich saß neben mir im Bahnhofscafé ein Mann, der mich ansprach, weil ich ein Buch von Houellebecq auf den Tisch gelegt hatte. Er bedauerte, im TV die Verfilmung eines seiner Romane verpasst zu haben. Es entspann sich ein Gespräch auf erstaunlichem Niveau. Mein innerer Beobachter stellte zufrieden fest, ich konnte ihm folgen.

Man sieht, alles, was wir öffentlich zur Schau stellen, Kleidung, Gestik, Frisur, Figur, Sprache, was wir konsumieren oder auf den Cafétisch legen – alles ist ein Signal, das der Umgebung sagen soll: „So einer bin ich.“ Ich quatsche gerne mit jedem, aber nicht, wenn er so einen Trolli hat.



Der Mann im Bahnhofscafé wohnte nicht in meinem Viertel, in meinem Viertel wohnen überwiegend einfach gestrickte Menschen, weil die Mieten niedrig sind, vielleicht die niedrigsten der Stadt. Und da ich mich nie woanders aufhalte, nicht ausgehe, mir in der Tafel auch keine anderen begegnen, scheint mir die Welt voller einfacher Menschen zu sein.



Der Unterschied zwischen einfach und komplex gestrickten Menschen ist enorm, und man kann ihn erkennen. Die einfachen sind damit beschäftigt zu überleben: Arbeiten, Party machen und Nachwuchs aufziehen. Die Deutung dessen, was die Welt ist, überlassen sie Experten. Früher Schamanen, Priestern und Propheten. Heute Wissenschaftlern, Ärzten. Philosophen usw. Wer ihnen vertraut, befindet sich auf der Kulturstufe des Neandertalers.* Man verlässt sie erst, wenn man verstanden hat, dass niemand etwas weiß.

Dann ist man frei. Man kann tun und lassen, was man will. Es gibt kein ethisches Fundament. Leider kam mir diese Erkenntnis nicht als 6jähriger, sonst wären mir viel unsinniger Seelenschmerz erspart geblieben. Zum Beispiel auf dem Weg von der Schule nach Hause, ich war vielleicht 7 oder 8 Jahre alt. Ich spuckte aus Übermut an eine Hauswand und wurde von einem alten Ehepaar dermaßen runtergemacht, dass ich anfing zu heulen. Hätte ich gewusst, was ich heute weiß, hätte ich gesagt: „Na gut, wenn nicht die Hauswand, dann eben da hin“, und hätte ihnen auf die Schuhe gespuckt.

* Der Neandertaler sei uns ähnlicher gewesen, als bisher angenommen, sagen unsere Wissenschaftler. Gebadet, frisiert und in moderne Kleidung gesteckt, fiele er in der Wuppertaler Fußgängerzone nicht auf. Er sei auch gar nicht ausgestorben, sondern habe sich mit dem aus Afrika eingewanderten Cro-Magnon-Menschen vermischt. Heraus kamen wir, eine neue genetische Variation (was man früher Rasse nannte). Die in Afrika gebliebenen haben keine Gene vom Neandertaler. Ohne Vermischung lebten wir noch heute als Jäger und Sammler. (Der letzte Satz ist eine Behauptung von mir.)




Kommentar Soso: Ist "Trolli" ein Begriff aus dem Bergischen? Bei uns heißen sie "Hackenporsche". "Trolli" ist hier so Süßkrams. Der Brite kennt einen "Trolley".

zurken: Stimmt, Trolli sind Süßwaren, kannte ich nicht. Man muss es „Trolley“ schreiben, dann findet Google Rollkoffer, besser: „Einkaufstrolley“.




Auch sehr gerne geschossen

31.7.18 – „Respekt!! Mehr als 600 Menschen haben den Grenzzaun der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta überwunden.“ Schreibt ein Wuppertaler Taxifahrer auf Facebook. Anscheinend freut er sich, wie ein Hausbesitzer, der sich über Einbrecher freut.



Nach Claus-Peter Reisch musste ich googeln, kannte ich nicht. Ich schrieb drunter, ich würde gern mal mitfahren, hätte aber nicht genug Geld. So eine Bootsfahrt solle 10.000 Dollar kosten. Ich wurde zuerst als Witzbold, dann als Arschloch bezeichnet. Das geht in Ordnung, aber dann meinte einer, mein Kommentar sei „menschenverachtend“. Das ist seltsam, verstehe ich nicht. Was ich geschrieben habe, ist wahr, ich habe keine 10.000. Schließlich wurde mein Kommentar gelöscht. Ich wollte ergänzen: Vielleicht wird diese Tour eines Tages als Abenteuerreise all inclusive Rettung angeboten. Könnte doch sein.

Was waren das noch gemütliche Zeiten, als ich ein Linker war. Wir waren gut, die anderen böse. (Zum Glück habe ich weder irgendwelche Leute gerettet, noch auf wen geschossen.) Jetzt wundere ich mich über meine eigenen Meinungen und Gefühle. Ich fand das richtig, als auf somalische Piratenboote geschossen wurde. War sofort meine Idee, als ich zum ersten Mal von Piraten hörte. Wenn man angegriffen wird, darf man sich wehren. Die Piraten hätten gesagt, sie hätten die Schiffe gekapert, weil ihr Seegebiet überfischt und mit Giftmüll verseucht worden sei. Warum haben sie die Gift- und Fischfangschiffe nicht angegriffen?

Immerhin, all das ist Abenteuer. Schiffe kapern, über Grenzzäune klettern. Sie haben einen Traum, sie denken, dahinter liegt das Paradies. Ich fahre Taxi, gestern zwei Deutsche, auf die hätte ich auch sehr gerne geschossen …




Kommentar schottlandfan: Jürgen, wenn du über dich selbst philosophierst bist du einfach unschlagbar ...

zurken: Ja, mit anderen kenne ich mich weniger aus :-)



Kommentar schaettman: die Grenzzaunkletterer vermuten hier nicht das Paradies sondern nur das LEBEN, was für uns selbstverständlich ist, ist für sie nur ZUFÄLLIG noch nicht beendet....

zurken: Glaube ich nicht.






Ein fleißiger Bursche

24.7.18 – Oh ja, das Leben kann aufregend sein. Heute Morgen bekam ich eine Mail von einem Rickey Garau. Angeblich hat er mich mit meiner eigenen Webcam beim Wichsen vorm Computer gefilmt. Er beschreibt, wie er das hingekriegt hat. Ein fleißiger Bursche, der Rickey, er muss eine Menge Zeit und Kosten investiert haben, und alles nur, um mir beim Wichsen zuzuschauen. Ich verstehe ihn, es sieht bestimmt lustig aus.

Nun soll ich dem guten Mann für seine Mühe 7000 Dollar auf sein Bitcoin-Konto überweisen, und zwar heute noch. Anderenfalls schickt er das Video an alle meine Freunde. Das trifft sich gut, hatte sowieso schon mal dran gedacht, mich dabei zu filmen. Wenn er so schlau ist, kennt er sicher auch den Zurkenblog, und ich kann ihm gleich hier antworten:

Dear Rickey Garau,
wow, so much effort about me, you're a diligent person. Now all my friends are eagerly waiting to watch that video. And don't forget to send me one copy cos I want to see how it looks like when I'm cuming. Probably like this, right?:



Also, falls ihr die Tage ein Video bekommt, auf dem ich bei der „Arbeit“ zu sehen bin (ich mache das ein- bis zweimal täglich), wisst ihr, es kommt nicht von mir, aber trotzdem viel Spaß. Und falls Rickey mich doch vergessen sollte, schickt mir eine Kopie. Danke.




Kommentar Josef: Hallo Zurken
Ich habe den Video erhalten und auf Xporn hochgeladen. Innerhalb von 24 Stunden hebe ich 1.000.000 Klicks erhalten und damit ein Schweine Geld verdient. Sag bitte deinem Entführer mein herzlichen Dank für seine tolle Arbeit.
Alles Blödsinn, kümmere dich lieber um eine gute Firewall und ändere dein Router Passwort. Einen schönen spritzigen Tag wünsche ich dir.
LG
Josef

zurken: Muss ich das machen? Router Passwort ändern? Wie geht das? Ach, egal … es wird wie immer gar nichts passierem, nö?



Kommentar Josef: Schau mal, du bist nicht alleine. https://derstandard.at/2000084135114/Oberoesterreichische-Polizei-warnt-vor-Sex-Erpressungsmails
Liebe Grüße
Josef

zurken: Ja, genau wie dort beschrieben war auch der Inhalt meiner Mail.



Kommentar Andi: „oh wie schade! ich bekomm immer nur Mails von russischen Mädls die mich heiraten wollen und glücklich machen. Oder von weit entfernten Verwandten die mir ein Vermögen vermachen wollen.“

Hallo Jürgen
Diesen Kommentar fand ich beim Link wo dir der Josef geschickt hat. Genau so ist es immer bei mir...
Grüsse Andi

zurken: Den Kommentar habe ich auch gelesen. Er hat recht, so eine Erpressermail ist mal was erfrischend Anderes. Man darf sich auserwählt fühlen :-)



Kommentar Josef: Installiert bitte einen guten Viren Scanner, die Probeversion genügt und lass sie mehrmals durchlaufen. Hat bei mir alle Probleme beseitigt und ist wirklich gut.
https://www.chip.de/downloads/BitDefender-Internet-Security-2019_33182968.html
Das ist der Beste! Danach ändere alle deine Passwörter und vor allem dein Router Passwort. Viel Spass
Josef

zurken: Ok, ich werde das machen, ich folge ja gern den Ratschlägen meiner Leser, aber ich brauche ein neues Laptop, das muss eh neu eingerichtet werden, danke!



Kommentar Frosch: Zitat von Zurken: «... ich folge ja gern den Ratschlägen meiner Leser ...»
Kommentar vom Frosch: «Na ja, nicht immer ... kenne da das Gegenteil!»

zurken: Gerade deinem Rat bin ich doch gefolgt, was war es noch … fällt mir grad nicht ein …




Lächeln

21.7.18 – Ich gebe heute mal eine Zugabe, weil ich diese lustige Verkehrssituation erlebt habe. Die Straße ist eng, zwischen den links und rechts halb auf dem Bürgersteig parkenden Autos können 2 PKW so gerade eben aneinander vorbei fahren:



Fahrzeug 2=ich mit Taxi halb in einer Einfahrt stehend, um 2 Damen (2 Kreise) einzuladen, eine davon gehbehindert mit Rollator. Während ich den in den Kofferraum packe, kommt von unten Fahrzeug 3 und will in die Einfahrt. Junge Frau am Steuer mault mich an. (Typisches Verhalten junger Frauen am Steuer: immer sind die anderen schuld). Dummerweise ist sie so weit in die Mitte gefahren, dass keiner vorbei kann, weder die inzwischen hinter ihr aufgefahrenen Autos, noch Fahrzeug 1 von oben. Sie kann auch nicht mehr zurück, um mich raus fahren zu lassen. Nichts geht mehr.

Ich sage nichts und setze ein Stück zurück. Sie flucht und hupt. Immerhin sieht sie ein, dass es so nicht geht und fährt geradeaus. Das Fahrzeug hinter ihr lässt mich in die Lücke, und ich stehe nun hinter Fahrzeug 3, Fahrtrichtung nach oben. Aber Nr. 1 steht auch zu weit in Fahrbahnmitte, so dass wir nicht vorbei kommen, und Nr. 1 macht auch keine Anstalten zurück zu setzen, obwohl hinter ihm frei ist. Hinter mir fangen sie an zu hupen, junge Frau von Nr 3 schreit, sie will die Polizei holen.

Ich schlüpfe in meine Sandalen (bei dem Wetter fahre ich barfuß), steige aus und gehe grinsend zu Fahrzeug 1, ein Mercedes SLK, am Steuer ein etwa 50jähriger Mann mit Vollbart. Ich sage (wohlgemerkt immer lächelnd):

„Entschuldigen Sie, es sieht so aus, als müssten Sie ein Stück zurück setzen.“
Er: „Mein Rückwärtsgang ist kaputt.“
Ich lachend: „Das glaube ich nicht. Ich will gerne glauben, dass Sie nicht rückwärts fahren können, in dem Fall lassen Sie mich ans Steuer, ich kann das.“

Er bleibt dabei, sein Rückwärtsgang funktioniert nicht. Ich mache ihn auf die Schlange aufmerksam, die inzwischen bis zur nächsten Kreuzung reicht. Er sei der einzige, der sich noch bewegen könne, sage ich. Und irgendwann gibt er nach und setzt zurück, und wir können vorbei.

Es hat sich schon oft bewährt zu lächeln, wenn alle anderen schreien, auch wenn mir gar nicht danach zumute ist. Es entschärft so eine Situation ungemein. Ich hätte natürlich auch geradeaus durch die Einfahrt auf den Hof fahren können, um dort zu wenden. Es hätte den Stau schneller aufgelöst. Und wenn die junge Frau mich angelächelt und mich drum gebeten hätte … aber so …




Kommentar Frosch: Ja, ja, der Zurken. Während er lächelt denkt er sich nur: ihr könnt mich mal. Als Einziger hat er die Situation durchschaut und könnte geradeaus in den Hof fahren. Aber nein! Die Dame lächelt ihn nicht an und so bleibt er eben stur. Ich hätte dem alten Mann den Hintern versohlt, wäre ich vor Ort gewesen...

zurken: Von der jungen Frau hätte ich es mir evtl. gefallen lassen :)



Kommentar Josef: Danke für deinen komplizierten Bericht. Ich finde dein Leben ist wesentlich spannender und reichhaltiger geworden seit dem du wieder arbeitest. Die Gefahr das du zunehmend in die Senilität abgleitest ist, glaube ich damit gebannt. Außerdem besteht die Wahrscheinlichkeit das du heuer noch nach Thailand kommst und uns mit deinen Berichten erfreust. Ist zwar selbstsüchtig aber so ist das Leben. Das dein Bericht schon am Montag erscheint fasse ich als gutes Zeichen deiner Selbstheilung auf. Pass trotzdem auf bewaffnete (Stöcke, Rollator udgl.) Weiber in kleinen Gruppen oder noch gefährlicher Autos auf, sie könnten dir schaden.
Lass es dir gut gehen und berichte uns von deinen Erlebnissen
LG
Josef

zurken: Weiber in kleinen Gruppen? Hast du mal was Schlimmes erlebt mit solchen? Frauen sind eigentlich immer angenehm. Nur derzeit wollen die älteren, dass ich die Fenster zumache, es zieht ihnen, sagen sie, und die Klimaanlage funktioniert nicht. Das ist im Moment mein größtes Problem. Ach ja, und natürlich die Arbeit an sich …



Kommentar Andi: So kompliziert finde ich den Bericht gar nicht. Da ist alles sehr gut und leicht verständlich beschrieben. Was natürlich mehr als einhundert prozentig stimmt ist, dass deine Berichte jetzt sehr viel interessanter sind ....
Es grüsst der Schweizer Andi

zurken: Mmh, also ich weiß nicht … ich dachte, zB über Milchstraße und Andromedanebel müsste doch interessanter sein als so eine dusselige Verkehrs … nee? Überhaupt seltsam, dass sich so wenige für Astronomie interessieren, nich?




Nie wieder



18.7.18 – Meine Freundin Eva in Dronten auf der Bühne. Sie ist nur 6 Jahre jünger als ich. Ich dachte immer, sie wird mal berühmt. Sie hat sich nicht genug darum gekümmert. Habe vor 35 Jahren mit ihr musiziert, und wäre ich ein Phil Spector, wäre sie berühmt geworden.



Auch ein Musiker, und ein berühmter Erschossener. Das Bild kam als Facebook-Posting zu mir. Wie niedlich! Ich fürchte, die Leute, die so was posten, meinen das ernst.



Auch Facebook. Ja klar, völlig richtig, wollte ich drunter schreiben. Meine Facebook-Freunde sind gut, tierlieb und wissen immer genau, was andere falsch machen.



Zum Glück habe ich auch einige Freunde aus Thailand. Ohne die würde mich Facebook depressiv machen.

Habe mich dummerweise (kommt vom Arbeiten, Arbeit macht dumm) wieder mal auf einer Datingsite angemeldet: „thaicupid.com“. (Ich weiß von einem, der seine Freundin auf ähnliche Weise fand, warum nicht auch ich, dachte ich.) Ich konnte 4 oder 5 Damen kontaktieren. Da ich keine Mitgliedsbeiträge zahlen wollte, gab ich ihnen eine Mail-Adresse und meinen Facebook-Namen. Eine schrieb mir tatsächlich, allerdings unter anderem Namen, so dass ich nicht wusste, welche von meinen Auserwählten sie war. Ich fragte sie, und sie antwortete: „I'm looking for serious relationsship“. Klar, kenne ich, meine Fragen sind zu kompliziert für Thaugrils. Ich fragte nach Fotos, dann könnte ich sie vielleicht wieder erkennen. Es kam u.a. dieses:



So einer Frau würde ich nie im Leben schreiben. Wie kam die an meine Mail? Hektisch suchte ich nach einem Link, mit dem ich mich aus thaicupid wieder entfernen könnte. Wie erwartet, fand ich keinen und schrieb an den Betreiber, er möchte das tun für mich. Später sah ich, es gab doch so einen Link. Egal, habe mir geschworen, so einen Quatsch nie wieder zu machen.




Kommentar der Frosch: He alter Mann
ein Zurkenblog mit Verspätung und das ohne vorherige Ankündigung. Das geht aber nicht! Dachte schon du wärst ... kurzfristig untergetaucht... Deine ganze Fangemeinde wartet auf deinen nächsten Blog-Eintrag und dann kommt nix. Hoffe doch sehr, dass das eine einmalige Ausnahme gewesen ist...
der Frosch

zurken: Die Arbeit macht mich fertig, denke gerade darüber nach, einen Ghostwriter zu beauftragen. Wie wär's mit dir? :-)




Heute nicht

17.7.18 – Zurkenblog erscheint heute erst morgen, habe in den letzten Tagen zu lange in der Hitze an Halteplätzen gestanden. Mir fällt nichts mehr ein.




Kommentar schaettman: wosn der post,hab abonniert:-(

zurken: Geduld, Zurken muss grad schwer arbeiten ...




Stinker

10.7.18 – Werde 6-8 Wochen arbeiten, Urlaubsvertretung, übermorgen geht’s los. Ich hoffe, ich halte durch. Mache ich nur meinem Chef zuliebe. Das einzig Positive: ich kann danach den Flug nach Bangkok buchen.Träume schon von den Mädchen, möchte Saem wieder sehen, mit der ich in den letzten Januartagen zusammen war:



Ich bin schon glücklich, wenn ich mir die schönen Gefühle und Erlebnisse nur vorstelle. Man kann sich in alles Mögliche hinein steigern. Stellt man sich vor, überfallen zu werden, lebt man in ständiger Angst. Stellt man sich vor, verliebt zu sein, ist man glücklich und muss nicht danach suchen „den Zustand zu erreichen, in dem die simple Tatsache dazusein als solche schon einen ständigen Anlass der Freude darstellt“ (Houellebecq) Den hat man dann.

Werde vorher eine neue Kamera kaufen. Hatte bisher die kleine Nikon:



Die ist okay, aber inzwischen mehrmals zu Boden gegangen und funktioniert nicht mehr richtig. Das Foto entstand in einem Stundenhotel, während ich auf den Ladyboy wartete. Er war gerade unter der Dusche. Auf dem nächsten Foto sitzt er mir gegenüber. Im Foto stimmt was nicht, Auflösung des Rätsels nächste Woche. Es geht weiter immer im Wechsel: Boy, Lady, Ladyboy. In der Titelleiste steht, um was es sich jeweils handelt.



Ich wundere mich, warum viele meiner Tafelbesucherkollegen schwere Trollis oder riesige Plastiktüten mit sich herumschleppen. Vermutlich leere Flaschen drin, dachte ich. Gestern verließ ich zusammen mit ihm (rechts) den Speiseraum, und an der ersten Ampel traf er sich mit dem anderen Herren. Die beiden machten offenbar Tauschgeschäfte. Sachen aus der Tafel gegen irgendwas – konnte ich nicht erkennen.

Dieser Kollege hat keinen Kontakt zu anderen, weil er völlig vertrottelt zu sein scheint. Außerdem ist er der größte Stinker. Er sitzt immer auf demselben Platz, er reserviert ihn, indem er bei seiner Ankunft seine dicke Tüte drauf legt. (Wie die Urlauber das Handtuch am Strand.) Niemand setzt sich in seine Nähe. Gestern saß ihm einer gegenüber, der ihn wohl noch nicht kannte. Nach 2 Minuten flüchtete er auf einen anderen Platz. Einmal hat einer beantragt, ihm Hausverbot zu geben. Er wurde belehrt, dass in unserer Tafel jeder essen darf. Ihm irgendwas sagen, wie zB: Wasch Dich mal!, hat keinen Zweck, er starrt einen nur blöde an. Kann natürlich sein, er spielt den Trottel nur, in Wirklichkeit ist er ein ganz Durchtriebener und hat ein fettes Bankkonto durch Tauschgeschäfte.




Kommentar schaettman: Das hättest du auch eher haben können. ..

zurken: Ja, schon, mache es nur, weil ich im letzten Jahr den Unfall mit Totalschaden gebaut habe.



Kommentar Peter: Ha! Der Schwachsinn hat ein Ende. Den ganzen Tag blödsinnig nichts tu7n außer jammern hat endlich ein Ende. Bitte weiter so. Arbeiten und in Pataya Spass haben ist die einzige ware Lösung. Weiter so. LG

zurken: Mir graut davor, aber die Zeit geht um – irgendwann …




Von einer Drohne getötet

3.7.18 – Gerade erst gesehen: Ich habe im Juni wieder eine Spende bekommen, vielen Dank an den freundlichen Spender! Für die anderen, die noch nicht, habe ich die Kontonummer oben rechts unter dem Link „Regeln“ vermerkt.



Gestern haben die Leute bei uns in der Straße Sperrmüll rausgestellt.



Und Sonntag war in der Stadt irgendein Marathonlauf oder so was. Jedenfalls war ich auf meinem Caféstuhl plötzlich umgeben von Hintern und Startnummern. Sie gingen dann irgendwann zum Startplatz. Ich bin sitzen geblieben.



Dann war der Vorplatz wieder mit normalen Wuppertalern belegt.

Kürzlich gelesen, da schreibt ein Blogger über sich selbst: „Ich habe das Entstehen des Internets hautnah erlebt. In dessen Anfangszeit hätte sich niemand, der noch bei Trost ist, unter seinem echten Namen im Netz rumgetrieben.“

Aber ich habe bis heute nicht verstanden, warum man sich nicht unter seinem echten Namen rumtreiben soll. Kann mir das mal einer erklären? Vielleicht mache ich ja was falsch.

Ich mache das seit über 20 Jahren, mit echtem Namen, echtem Wohnort, echtem Geburtsdatum, echten Fotos (auch auf Facebook) und bin noch immer nicht von einer Drohne getötet worden. Das nämlich habe ich mal im Radio gehört: Es könne passieren, dass man durch eine Verwechslung von einer Drohne getötet wird. Seitdem höre ich auch kein Radio mehr. Von TV und Zeitung hatte ich mich schon vorher verabschiedet.

Wenn man eine Sache richtig einschätzen will, zum Beispiel, ob Donald Trump ein guter oder ein schlechter Präsident ist, dann schaue man sich an, wie in den Medien über die Sache berichtet wird und glaube das Gegenteil. Mit dieser Regel habe ich gute Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel habe ich vor dem Millennium vorausgesagt, es wird nichts passieren. Angesichts der Berichterstattung zur Person Donald Trump habe ich nach seiner Wahl vorausgesagt, er wird der beste Präsident sein, den die USA je hatte. Und wie es aussieht, hatte ich mal wieder recht, nö?




Kommentar Der Schottlandfan: Hallo Jürgen, ich denke auf den guten Donald müssen wir staatlich verordnet mit Wut und Verachtung blicken, weil er mit uns genau das macht und vorhat, was wir mit chinesischem Stahl schon längst praktizieren. STRAFZÖLLE auf unseren heiligen Export.

zurken: Ok, mag sein, noch ist seine Amtszeit nicht um, werden sehen …



Kommentar TZ: Nein .das ist er nicht. (erinnert mich immer an den Spruch : bei Adolf war auch nicht alles schlecht...)

zurken: Klar, ich kann mich irren, ich weiß es nicht ...




Liebespaar



26.6.18 – Gar nicht mitbekommen, dass es etwas Neues gibt: Ich hatte in der Schule gelernt, unsere Milchstraße habe die gleiche Gestalt wie unser Nachbar, die Andromeda Galaxie, mit einem hellen, kugeligen Kernbereich. Nun hat man anscheinend etwas genauer gemessen und festgestellt, die Milchstraße ist eine Balkengalaxie.

Andromeda ist etwas größer als unsere Milchstraße, und beide fliegen aufeinander zu wie ein Liebespaar. Nicht sehr schnell leider, nur 17 km/s. Daher werden die beiden sich erst in 4 bis 10 Milliarden Jahren umarmen, sagt man. Nicht gerade eine genaue Vorhersage. Es wäre bestimmt ein schöner Anblick: Man sähe doppelt so viele Sterne und vielleicht auch das helle Zentrum von Andromeda. Aber ich werde es wohl nicht mehr erleben.



So groß im Vergleich zum Vollmond könnte man Andromeda bereits heute sehen, täte sie uns den Gefallen und leuchtete ein bisschen stärker. Mit bloßem Auge sei selbst in klaren Nächten nur ein kleiner heller Punkt zu sehen. Selbst den habe ich noch nie gesehen.

Etwas genauer konnte man ausrechnen, wie lange wir (Sonne und Planeten) brauchen, um einmal unsere Milchstraße zu umrunden: 220 - 240 Millionen Jahre. Wir sind schneller unterwegs als Andromeda: 267 km/s, das sind annähernd 1 Millionen Kilometer in der Stunde (961.200). Und wenn wir auf dem Äquator stehen, drehen wir uns zusätzlich mit Überschallgeschwindigkeit um uns selbst (1660 km/h). Schwindelerregend. Und wir merken gar nichts davon.

Um andere Sterne zu erreichen, habe es tatsächlich den Vorschlag gegeben, die Erde aus der Umlaufbahn um die Sonne zu lenken und sie als Raumschiff zu benutzen. Wäre es menschenmöglich, das zu tun, hätten wir es bestimmt auch getan. Wie üblich. Weit wären wir nicht gekommen. Man hat den Eindruck, wir suchen permanent nach einer Möglichkeit, uns selbst zu vernichten. Eigentlich ein Wunder, dass es noch nicht gelungen ist.





Schweiß auf der Stirn

19.6.18 – Man kann die Menschheit zweiteilen in die, die auf Facebook sind und die, die unseren Medien glauben, dass FB gefährlich ist. Das Gerücht verbreiten sie aber nur, weil FB ein gigantischer Konkurrent ist. Die Medien haben Angst vor dem Untergang. Wenn man genau hinhört, was man FB vorwirft, ist es nichts anderes als das, was unsere Medien auch machen: Geld mit Werbung verdienen. FB kann das halt besser. Jetzt munkelt man, Zuckerberg sei mit den Rothschilds verwandt und FB ein Familienerzeugnis, das unser Bewusstsein steuern soll. Oder so.

Tatsächlich habe FB 5 Milliarden Accounts, davon 3 Milliarden aktiv. Fast die halbe Menschheit. Unter denen werden, von Redaktionen ungefiltert, Informationen ausgetauscht. Kann man verstehen, wenn unseren Medienmachern der Schweiß auf der Stirn steht.

Für mich ist FB eine Zeitung. Ich selbst bin Chefredakteur. Was sich „Freunde“ nennt, sind meine Redakteure (derzeit 167), die ich selbst eingestellt habe und die ich auch wieder entlassen kann. Sie liefern alles freiwillig, ich muss nichts tun, sie vor allem nicht bezahlen. Ich als Chefredakteur entscheide, ob das, was sie posten, wert ist, weiter geleitet, geliked oder kommentiert zu werden.

Der Inhalt meiner FB-Zeitung ergibt sich aus der Zusammensetzung meiner Redakteure: Es ist erfreulich bunt bei mir: Ich habe mehrere, die politisch rechts sind, die für die AfD werben. Dazu ein paar Linke und Gutmenschen. Mehrere Journalisten, natürlich meine Thaigirls und Ladyboys, einige Freunde aus Usbekistan, ein Pianist, der vornehmlich in Asien rumtourt, ein Jazztrompeter, zwei Rockmusiker, eine Singer-Songwriterin, eine Galeristin, eine Flamencotänzerin, eine Astrologin. Sogar ein Moslem ist dabei, der Arabisch schreibt.

Hinzu kommen die Seiten, die ich abonniert habe. Linking Park und Living Colour zB. „Quotidien de Thailande“ gefällt mir am besten. Man fängt Schlangen, macht Unfälle mit Mopeds, tanzt auf der Straße und isst. Die Lieblingsbeschäftigungen der Thais. Zum Beispiel zeigt mir QdT, wie Moped fahren ohne Beine geht, so etwas finde ich interessant:



Im Original als Video: Sie fährt im Rollstuhl über die Rampe auf den Beiwagen und rutscht rüber auf das Moped. So hat sie den Rollstuhl immer dabei.



Das wird in der Tat dringend benötigt. Ladyboys nehmen 10 pro Tag.





Unendlich weit weg

12.6.18 – Manche Leute sind mir ein Rätsel, ich verstehe nicht, warum sie etwas so und nicht anders machen. Darum würde ich gern mal tauschen. Nur kurz, vielleicht eine Stunde, in eine andere Haut schlüpfen, um zu erleben, wie andere die Welt sehen.* Vielleicht könnten sie sich dann ändern. Oder ich mich. Aber ich bin immer noch so wie vor 50 Jahren. Mein Körper ist alt, aber wenn ich rausgucke in die Welt, fühlt sich das nicht anders an.



Wie sehen mich 20jährige? Wenn ich damals Leute sah, die so alt waren wie ich heute, waren die unendlich weit weg von mir. Wie die aussahen und was die redeten … So weit weg fühle ich mich heute nicht von jungen Leuten. Sie sind ein bisschen doof und unerfahren, genau wie ich damals, wie alle jungen Leute. Aber ich finde, wir könnten mal einen Kaffee zusammen trinken. So wie mit meiner Nachbarin. Sie ist um die 20 und macht eine Ausbildung als Hebamme. Ich warf einen Zettel in ihren Briefkasten mit der Bitte um eine Einladung zum Kaffee. Hat sie auch gemacht, aber bei dem einen Mal ist es geblieben. Wahrscheinlich habe ich ihr zu viel von meinen Erlebnissen als Sextourist erzählt.

Haben Menschen Kinder, weil sie ihre Weisheiten loswerden wollen? Ich stelle mir vor, wie ich meinem Sohn, hätte ich einen gehabt, sage: Du willst Weihnachten feiern? Geh in eine Familie deiner Schulfreunde, wir machen den Quatsch nicht mit. Aber zu einer Familie gehört eine Frau. Und die Frau hätte gesagt, lass uns doch wenigstens ein bisschen Tannengrün hinlegen. Ich hätte flüchten müssen.

„Wie ist das“, fragt mich mein 20jähriges Ich, „wenn ich alt bin?“ Okay, zeige ich dir. Das hier ist eine Art Diashow, du musst auf einen Pfeil rechts oder links neben dem Foto tippen, dann geht’s weiter. Habe ich extra für dich angefertigt. Der Opa auf den Fotos bist du, für den Fall, dass du dich nicht erkennst. Oben links in der Titelleiste siehst du die Namen der anderen Personen:

* Die Gefahr bestünde, dass es anderen in meiner Haut besser gefällt als in ihrer und sie sich weigern, zurück zu schlüpfen. Darum hat die Evolution diesen schönen Zeitvertreib nicht vorgesehen.




Kommentar Katasteramt: So take a minute to remember the part of you that might be the old man calling me

zurken: Remember? Gedenkminute? Nicht so einfach …



Kommentar Andy: Vielleicht hat sie auch gemerkt dass du sie mit deinen Augen ausgezogen hast und dich für sie interessierst. Und um dir keine falschen Hoffnungen zu machen auch keinen weiteren Kaffee getrunken. Denn so fängt es an, wenn sich ältere Männer für jüngere Girls interessieren...

zurken: Und manche älteren Männer interessieren sich ausschließlich für jüngere Girls, soll es geben. Aber es gibt auch junge Girls, die sich für ältere Männer interessieren, wie ich in meinem Leben auch mal erleben durfte. Hätte bei meiner Nachbarin ja so sein können, nich? Dann hätten wir beide nicht so weit unterwegs sein müssen, um ein bisschen Spaß zu haben. Nunja …



Kommentar Andy: Ja, wenn sie sich für ältere Männer interessieren würde, dann hätte sie dich doch zum Kaffee eingeladen und sich entsprechend gekleidet. Und dann hättest du als Mann mit weltweiter Erfahrung bestimmt die Gelegenheit gepackt und das Mädel ausgepackt. Da aber die Einladung von dir aus kam, na ja, du weisst bestimmt was ich schreiben will. Komm nach Pattaya, da sind die jungen Girls an dir interessiert - ganz ohne irgendwelche ... Absichten!

zurken: So isses, gäbe es Pattaya nicht, sähe es düster aus …



Kommentar 123: Nein, Absichten haben die keine in Pattaya, bis auf das Portemonnaie. Ich glaube, den Traum aus früheren Jahren, einen reichen Mann aus dem Westen kennenzulernen, träumt heut keine mehr

zurken: Sind doch alle reich, sogar ich, jedenfalls für einen Monat.



Kommentar Frosch: Wenigstens haben wir alten Männer etwas davon, wenn sich die süssen Girls in Pattaya ihr Portemonnaie füllen. Anders als hier in Europa wo sich diese OCE-Abzocker bereichern, da haben wir gar nichts davon ausser dass wir denen zu teuer sind!

zurken: Öhm, was ist OCE?



Kommentar Frosch: Hahaha... war ja auch nur ein Buchstabenumsteller für CEO (Chief Executive Officer). Dad kennst du aber!?

zurken: Ahso ja … Gut, dass so Leute nicht nach Pattaya kommen, sonst würden wir sie verhauen. odr?




Nur heiraten

5.6.18 – Die geheimnisvolle Differenz über 9,99 € auf meinem Konto war tatsächlich eine Spende von einem Blogleser, vielen Dank. Würden die anderen 50 es ihm gleich tun, hätte ich jetzt schon 142,73809 Pattaya-Stunden zusammen, fast 6 Tage. Also mal ran.

Heute vor 15 Jahren:
5.6.03 – Irgendwie ist mir egal, wo ich bin. Darum bin ich in diesem tristen Land [Usbekistan], in dem wir schon dreimal bestohlen wurden, genauso glücklich oder unglücklich wie irgendwo sonst. Nicht egal ist mir allerdings, dass der Dieb, der mich letzte Nacht überfallen hat, auch meine Kreditkarte mitgehen ließ. Fahre 7 Uhr in die Innenstadt, um nach Frankfurt zu telefonieren und sie sperren zu lassen, aber finde den Telefonladen nicht wieder. Eine junge Frau hilft mir, dafür lade ich sie zum Essen ein und verliebe mich in sie. Sie sagt, so einen wie mich habe sie noch nicht kennen gelernt, trotzdem habe sie das Gefühl, mich lange zu kennen. Mir geht es auch so. Sie möchte weg aus ihrem Land. Ich sage: Kein Problem, sie brauche mich nur zu heiraten.

Hat sie dann auch gemacht, es war meine 4. Ehe und hielt immerhin ein Jahr. War eine schöne Zeit, zumindest die 4 Monate in Tashkent.



Diesel gab es schon damals nicht in dem tristen Land (am schönsten ist die Wüste). Wir mussten von Haus zu Haus gehen und fragen, bis wir einen fanden, der ein paar Kanister im Keller hatte. Dass man das machen kann und sogar erfolgreich, steht in keinem Reiseführer. Ist auch heute noch so in Usbekistan, sogar Benzin kriegt man nicht in manchen Städten, weil alle mit Gas fahren.




Kommentar Donald: Shit, I'm sitting here in Pattaya and no one is crowling my balls. How did you do that last time?

zurken: Dann bist du nicht in Pattaya. In Pattaya bleibt niemand ungekrault.



Kommentar Marase: Deine Ehen haben aber nicht wirklich lange gehalten..;-)
Irgendwas machst du falsch!

zurken: Nein nein, es war gut so. Wäre ich noch heute mit einer von ihnen zusammen, hätte ich all das nicht erleben können, was danach kam.



Kommentar Donald: Shit, you are right! Someone fooled me. I'm sitting here in Pattaya Thai Restaurant, Lacey, Washington. But there are no girls, only a fat toothless old fart. Who brought me here? He is fired!!!

zurken: Siehste, nicht verzagen, Zurken fragen!



Kommentar Katasteramt: Du hast doch vor 15 Jahren keine Kreditkarte gehabt.

zurken: Und ob ich hatte, ich war reich, wenn auch nicht lange. Die Karte ging mit dem Dieb, das Geld mit der Ehe.




Komödie

29.5.18 – Da sagte kürzlich eine junge Frau etwas im Radio, das man im Radio sonst nicht hört: „Wir spielen alle eine Rolle“, sagte sie. Und sie meinte nicht: Mutter, Rennfahrer, Bundeskanzler oder so, sondern im Sinne von: wir spielen uns selbst. Sobald wir unser Alleinsein verlassen, raus gehen auf die Straße, betreten wir die Bühne des Lebens, das Schauspiel beginnt. Weil wir von hier an wissen, jemand schaut auf uns. Nur wenn ich mit mir allein bin, bin ich bei mir und ich selbst. Das hat der Radiomoderator nicht verstanden. Kann man auch nur, wenn man es selbst erlebt hat, und das geht nur in besonderen, hellen Momenten oder wenn man was geraucht hat. Leider.



Könnten wir immer sehen, dass wir spielen (sowohl bei anderen als auch bei uns selbst), hätten wir immer was zu lachen. Unsere Ernsthaftigkeit wird lächerlich. Das Leben ist eine Komödie. Vielleicht hat uns die Evolution genötigt, ernst und wichtig daher zu stolzieren, weil wir sonst zu viel über uns gelacht und dabei vergessen hätten, Nachwuchs zu zeugen, uns ums Essen zu kümmern, sich vor Raubtieren zu schützen und so … Schade.




Kommentar Andy: Juhu! Juchhe, Juchhei, Juchheisa, Juchheisasa! Wie ich es gewünscht habe. Ein kurzer Beitrag und gegen Ende Woche folgt der zweite Teil. So macht es Spass den «Zurkenblog» zu lesen!

zurken: Klar doch, ich mache doch immer alles so, wie meine Leser es wünschen, nö? Ich habe sogar schon 2 Texte vorgeschrieben, soll ich dir zeigen? Ach nee, dann wird das zu lang für dich, das schaffst du nicht … Wie lang sind eigentlich deine Einträge, du schreibst doch auch einen Blog, wenn auch nur für Großmeister im Schach, wie war noch mal die Adresse?



Kommentar Andi: Na ja. Ich habe es auch einfacher als du. Da geht es immer um das gleiche, nämlich um Holzfiguren auf dem quadratischen Brett. Und meistens geht es um meine Vereinskollegen und ab und zu auch um mich. Täglich, wenn möglich, ansonsten mindestens alle drei Tage wird ein Post veröffentlicht. Auch wenn ich in Pattaya (Thailand) in den Ferien bin, da mache ich einfach ein paar auf Vorrat. Ausser im Sommer im August, wenn nix läuft, da ist dann ein Ferienprogramm angesagt.

zurken: Und eine reizende Schachweltmeisterin habt ihr da.



Kommentar Donald: Oh my god, dear friend Jurgens, I heard in tv, Wuppertal is down because of Thunder and lightning.You are well, not drowned? No, no, we are not guilty for that, it's part of Kim's strategy. Maybe I come tomorrow and help you clean your flat. And then we go to the tafel, I#m very hungry!

zurken: Du willst mich besuchen? Gerne. Aber bring deine lebenslustige jüngste Tochter mit, ja?



Kommentar Donald: No, I have a better idea, my friend Jurgens, when your flat is clean and we have mampfed at the tafel, we fly with my plane AF One to Pattaya, where we let the pig out. we will popp every schlitz, we can get. But doned tell it to Melanie, my wife

zurken: Schick mir lieber eine Millionen, mein flat hat gar nichts abgekriegt. Es hat gestern nur kurz mal heftig geregnet, sonst war nichts.



Kommentar Frosch: https://www.bild.de/news/inland/unwetter/wuppertal-tankstelle-dach-universitaet-einkaufszentrum-55849576.bild.html

zurken: Es gab ein bisschen Regen, der ungefähr so heftig war, wie ich es mehrmals in Pattaya erlebt habe. Das war alles. Ich saß während dessen im Cafe und habe mit einem Freund geplaudert. Aber nicht über das Wetter draußen, sondern über Musik.



Kommentar Katasteramt: Diese Dächer heutzutage halten nichts aus. Bestimmt Fahrlässigkeit beim Bau. Mir hat der Regen gut gefallen, habe vom Balkon aus zugesehen. Absolut kein Anlass, solch einen Wirbel darum zu machen.

zurken: Right!



Kommentar Kim: Hallo Herren Hensgen, ich heisse Kim, bin irgendwas Unwichtiges im Norden der koreanischen Halbinsel. Wie Sie vielleicht wissen, bin ich in der Schweiz aufgewachsen und daher der deutschen Sprache mächtig.
Ich würde mich gerne mit Ihnen austauschen. Falls Sie Interesee haben, antworten Sie bitte auf Ihrem Blog.
Mit den Grüßen der höchsten Verehrung
Ihr Kim

zurken: Aber gern und jederzeit. Haben Sie in Ihrem Gefolge vielleicht auch so reizende Leibwächterinnen wie damals der gute Gaddafi? Dann bringen Sie die doch gleich mit, so als Gastgeschenk, da würde ich mich sehr drüber freuen.
Ergebenst Ihr …





Kommentar Andi: Der Kim hat ne ganze Armee an Schönheiten. Alle durchleuchtet und bis in alle Generationen treu dem grossen Diktator ergeben.



zurken: Wenn er so viele hat, fällt eine weniger doch nicht auf. Obwohl, an der Kleidung könnte er noch was verbessern, nö?



Kommentar Kim: Hallo Herr Jurgens, hier ist wieder Ihr sehr geschätzter Kim aus Nordkorea, der Unwichtige.
Das sind doch schöne Frauen, oder? Wenn Sie wüssten, was die unten drunter anhaben, oh nein, das werde ich Ihnen nicht verraten. Das sollten Sie schon selbst herausfinden, vielleicht kommen Sie mal zum Urlaub hier hin. Allerdings, so einfach wie in Thailand ist es hier nicht, unsere Frauen sind alle sehr selbstbewusst, man muss sie schon überzeugen, und zwar nicht nur mit Dollars oder Euros o.ä.
Sie kommen doch aus der Gegend, wo vor kurzem unser hochverehrter Denker und Philiosoph Karl M. seinen 500. Geburtstag feierte. Waren Sie da?
Über eine ehrliche Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
In vorzüglichster Hochachtung Ihr Kim.

PS.: Aber erzählen Sie meinem Kollegen Donald aus W. nichts von unserer Unterhaltung, sonst zuckt wieder sein rechter (oder ist er Linkshänder, dann sein linker) Zeigefinger an dem roten Knopf mit dem Bömbchen, mit dem er die ganze Welt in Schutt und Asche legt:)!

zurken: Jede Frau hat ihren Preis. Wenn nicht Dollar, dann wird es richtig teuer, dann muss man sie wohl heiraten oder wie?
Der 500. Geburtstag des Philosophen Karl M. Könnte es sein, Sie haben sich verrechnet? 1818 – 2018 sind nur 200 Jahre. Gibt es in Nordkorea keine Taschenrechner? Ich bringe Ihnen dann einen mit, wenn wir uns treffen. Und sie treffen schon mal eine Vorauswahl unter Ihren hübschesten Soldatinnen. Eine Armee würde in Wuppertal wohl etwas zu viel Aufsehen erregen.



Kommentar Kim: Haha, Herr Jurgens, ich wollte Sie nur mal testen, ob Sie Karl M. mit Martin L. verwechseln, der war im letzten Jahr dran mit seinem 500.. Prima, Sie sind nicht darauf reingefallen!
PS. Unser Freund donald hätte das bestimmt nicht gemerkt!

zurken: Tja, hmm, ich bin schon ziemlich schlau, was?






Ernstes Thema



22.5.18 – Ein Youtube Kanal, der Leute aus Wuppertal vorstellt. Alle in meinem Alter. Zwei kenne ich persönlich. Christine Ostermann sagt: „Aber ich hatte dann Musiker in den hinteren Räumen …“ Stimmt, das waren wir, ich war der Mieter. Meine Band, die dort proben sollte, hieß „Kommt Zeit Kommt Rat“ und sah so aus:



Zeit verging, aber es kam kein Rat. Einer konnte weder singen noch ein Instrument spielen, ein anderer war nicht mal zum Fototermin erschienen. Alles, was wir schafften, war ein pompöser Pressetext, der nicht veröffentlicht wurde, geprobt haben wir nie.

Aber zwischen die Videos würde ich doch gut passen. Was würde ich sagen?: „Ich heiße Jürgen Hensgen und bin Sextourist …“ Nach Galleristin, Steuerberater, Künstler, Tänzer usw. wäre ein Sextourist doch eine erfrischende Ergänzung, finde ich.



Schwanzgesteuert, sagt man. Von was soll man sich denn sonst steuern lassen? Von Smartphones?



Homo telefonis



Ich habe Sehnsucht nach Pattaya. Kann ich denn an nichts anderes mehr denken? Gut, ich will mich einem ernsten Thema zuwenden, der richtigen Babypflege:



Oder so:



Reinigen, richtig / falsch



Ernähren, richtig / falsch – ließe sich fortsetzen …




Kommentar Andi: Ja mein Freund, du hast es gut! Wenn du nur an Pattaya denken musst, so ist es doch ok. Andere denken an nichts, an gar nichts oder an überhaupt nichts. Ich gucke mir jeden Tag im Internet die Girls an. Chatte mit einigen meiner Mädels. Überlege wie und wann ich dieses und/oder nächstes Jahr optimal nach Thailand fliegen kann. Vergleiche Hotel- und Flugpreise und plane schon den nächsten und den übernächsten Urlaub. Und du hockst gemütlich in deinem Zimmer und denkst nur an Pattaya. So schön wie du möchte ich es auch einmal haben...

zurken: Tja, ob das so schön ist ….? Wie bringst du die dazu, mit dir zu chatten? Mir antworten die immer nur: „Okay“ oder „Jub Jub“ oder „I miss you“, mehr geht nicht. Oder sie schicken einen Sticker. Schicken sie dir auch Nacktfotos von sich? Zeig mal!



Kommentar Andi: Nein, die schicken meistens keine Nacktfotos. Aber bei den Videoschaltungen zeigen sie mir doch ihre entblössten hübschen Argumente, damit ich sie nicht vergesse und wieder besuche. Und die freuen sich sehr, dass sie mich beglücken können. Einer darf ich beim Duschen zusehen und eine andere macht es sich selber mit Finger oder D...o. Alles harmlos! Natürlich werden dann ihre Augen auch strahlen, wenn ich ihnen im kommenden Sommer ein paar Scheine in den Slip stecke.

zurken: Dann schick uns doch mal so ein Video rüber!



Kommentar Andy: Der Mann versteht auch rein gar nichts. Das sind keine Videos wo man zigmal angucken kann. Ist wie ein Telefonanruf, einfach mit bewegtem Bild. Die rufen dich an, dann siehst du sie live in Aktion oder auch nicht in Aktion - und das wars dann schon. Weiss gar nicht wie man so eine Session mitschneiden kann. Vielleicht muss ich hier noch was lernen.

zurken: Dann sag ihnen, sie sollen mich auch mal anrufen.



Kommentar Katasteramt: Andi spricht den wahren Satz: Der Mann versteht auch rein gar nichts. In der Hinsicht ist er ein Phänomen. Man kann ihm solche Dinge auch erklären, beim nächsten Mal kapiert er es wieder nicht. So geht schwanzgesteuert. Er hört Video und nackt, über den Rest denkt er nicht mehr nach.
Zum Problem des Mitschneidens: Es gibt Aufzeichnungen aus Chatrooms, also muss es funktionieren. Man benötigt ein Programm, das den Desktop mitschneidet. So etwas machen die Programme CamStudio oder Jing. Sind beide kostenlos. Musst du nur darauf achten, dass keine persönlichen Angaben von dir auf dem Desktop zu sehen sind.
Ich nehme an, das hat Zurken jetzt auch nicht verstanden. Rufen wir doch einen Welt-Zurken-Tag aus, an dem wir alle uns blöd stellen.

zurken: Siehst du Andi, es geht. Schneide die Videos von deinen Mädels mit und schick sie uns. Danke!



Kommentar Donald: Great! And than you can publish them on xhamster.com

zurken: Nein, so etwas tue ich nicht! Sonst hätte ich es schon gemacht, ich habe ja selbst ein paar kleine Videos …


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